The Notwist: Das Wunder aus Weilheim

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München - Es gibt tausende gute Gründe, die Weilheimer Band The Notwist live zu erleben. Zum Beispiel, dass sie seit über einem Jahrzehnt die Rolle als einer der wichtigsten deutschen Gruppen so unaufgeregt wie gehaltvoll ausfüllen.

Oder, dass ihre Stilrichtung gewordene Mischung aus Indie-Rock und elektronischen Klängen einer ganzen Generation von Musikern bei ihrer Sound-Suche inspiriert hat. Oder, dass sie schlichtweg eine phantastische Live-Band sind, die immer vertraut, aber nie gleich klingt.

Ihr Konzert im Circus Krone: gefühlsmäßig irgendwo zwischen Klassentreffen und Familienfeier. Da werden viele Hände geschüttelt, da gibt’s einen Ratsch im Foyer – und die Musiker sind mittendrin. Eh klar.

Und dann geht’s los! They Follow Me, letzter Song des aktuellen Albums Close To The Glass, markiert den Auftakt für eine Reise durch das bisherige Werk – der Schwerpunkt liegt nicht nur auf dem aktuellen, sondern auf den letzten drei Alben. Wir erleben eine Band auf einem Höhepunkt ihres Schaffens.

Erstaunlich, wie neu The Notwist ihr Werk immer wieder interpretieren. Dabei hilft die Vielschichtigkeit der Kompositionen zwischen süffigem Pop, störgeräusch-zerfetztem Rock, avantgardistischem Jazz und allen Spielarten der elektronischen Musik. Über allem steht die einzigartige Klang-Ästhetik, die Sänger und Gitarrist Markus Acher den Songs mit seiner Stimme schenkt. Martin Gretschmann (Elektronik), Micha Acher (Bass), Andi Haberl (Schlagzeug, Gesang), Max Punktezahl (Gitarre, Keyboard) sowie Vibraphonist Karl Ivar Refseth bilden dazu das ebenso sympathische wie starke Band-Gerüst. Fantastisch!

chu

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