tz stellt das The-Seven-Hochhaus vor

So nobel werden die Wohnungen im Luxus-Turm

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Er überragt Altstadt und Isarvorstadt: Gerüst und Plane sind weg  - jetzt ist der Blick in den 56 Meter-Luxus-Turm frei. Noch im Januar startet der Innenausbau für die Luxus-Wohnungen. Die könnten z.B. aussehen wie jene auf dem kleinen Bild.

München - Monatelang hatte sich Münchens teuerstes Hochhaus in der Müllerstraße hinter einen dicken Plane versteckt. Doch jetzt geht es am und im Luxus-Turm The Seven richtig rund! Die tz hat sich dort umgesehen.

Hier ist sooooo viel Platz! So sehen die Wohnungen derzeit aus.

Schon die Hülle ist purer Luxus: Der 86-Meter-Kran zieht die dreifach verglasten und verspiegelten, bis zu 900 Kilo schweren Riesen-Glasscheiben in die Höhe. Ein Element mit zwei 2,85 Meter hohen Scheiben kostet laut Dobler Metallbau gute 10 000 Euro. Scheibe an Scheibe werden die insgesamt 420 Elemente in die Stahlvorrichtungen gesetzt und befestigt. Ende des Monats soll die Fassade fertig sein. Die Treppe, die bis zum zweistöckigen Penthouse im 15. Stock in 56 Metern Höhe führt, ist bereits fertig. „In einigen Stockwerken führt der Aufzug direkt in die Wohnung“, heißt es vom Bauherrn Alpha Invest Projekt aiP. Angst vor ungebetenem Besuch braucht dennoch keiner der 27 Eigentümer zu haben. Ein Concierge passt im Foyer rund um die Uhr auf.

In den Wohnungen – alle sind mittlerweile verkauft – fällt auf: So gut wie nichts erinnert an das einstige Heizkraftwerk. Die Arbeiter haben Decken und Säulen eingebaut – und dann die alten Decken, Stahlstreben und alle technischen Teile entfernt. Lediglich sechs alte Säulen in den unteren Etagen sind übrig geblieben. Zur Erinnerung: Ein Teil-Erhalt des historischen Kraftwerk-Turms war Bedingung dafür, dass das Haus so hoch gebaut werden durfte.

Die 400qm-Geschosse sind schon jetzt atemberaubend: Von der Decke bis zum Boden und einmal rundum zieht sich eine riesige Glasfront. Hier ist unglaublich viel Platz! Einige glückliche Eigentümer können solch ein Stockwerk komplett ihr Eigen nennen, können von der Altstadt bis zu den Alpen blicken (s. unten)!

Noch in diesem Monat beginnt hier der Innenausbau. Vom Bauträger kommt nur soviel: „Es werden in allen Wohnungen hochwertige Parkett- und Steinböden sowie Bad-Einrichtungsgegenstände verwendet.“ Jeder Eigentümer konnte den Grundriss sowie die Ausstattung nach eigenen Wünschen entwerfen. Viele haben dafür Innenarchitekten beauftragt.

Von der Badewanne über die ganze Altstadt blicken

Wer in den Luxus-Turm zieht, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Das Penthouse, das sich mit 700 Quadratmetern über die obersten beiden Stockwerke zieht, eine umlaufende Dachterrasse hat und 16 Millionen Euro kosten soll, hat ein Münchner Pharma- und Kosmetikunternehmer gekauft. Er will aber seinen Namen nicht in der Zeitung lesen.

„Da ist meine Wohnung“ - Dietmar Holzapfel ist voller Vorfreude.

Nur Dietmar Holzapfel, Chef des Hotels Deutsche Eiche, und sein Partner Sepp Sattler stehen zu ihrer künftigen Traum-Wohnung für fünf Millionen Euro. In der tz erzählen sie, wie diese aussehen soll. „Wir werden keine goldenen Wasserhähne haben“, betont Sattler. Bei ihnen geht Funktion vor Design. „Der Ausblick ist das Wichtigste.“ Und der ist wirklich wahrer Luxus im 12. Stockwerk. „Um von überall die bestmögliche Sicht zu haben, werden wir keine festen Wände einziehen lassen“, erklärt Holzapfel. Da ihre Wohnung ein halbes Stockwerk einnimmt, haben sie 200 Quadratmeter zur Verfügung. Es werde zwei kleine Schlafzimmer mit je einem Bad geben, getrennt durch eine Schiebetür. „Alles konzentriert sich auf den großen Raum, der etwa 140 Quadratmeter groß wird.“

Darin steht dann eine Küchenzeile mit Granitplatte, von der aus man den Sonnenaufgang im Osten sieht. Die große Sitzlandschaft soll traumhafte Bilder von Sonnenuntergängen im Westen bieten. In der Mitte des Raumes wird ein Esstisch für acht Personen stehen. „Richtung Süden bleibt der Blick auf die Alpen komplett frei.“ Das Highlight wird eine Whirlpool-ähnliche Badewanne mitten im Raum. „Von da aus sehen wir die Altstadt mit der Frauenkirche.“ Dass die Fenster nicht ganz so blickdicht sind wie erwartet, stört ihn nicht. „Auf 45 Metern haben wir ja keinen Nachbarn, der reinschauen kann.“

Holzapfel und Sattler haben sich für modernen Industrieboden entschieden, eine Art Wischbeton. „Bei den Fenstern haben wir einen Aufpreis bezahlt, damit man alle öffnen kann.“ Dann fühlt sich das Paar in der eigenen Wohnung wie auf einer riesigen Dachterrasse in luftiger Höhe.

Die beiden hoffen, dass es beim geplanten Einzug im August bleibt. Holzapfel: „Dann könnte Sepp an seinem 60. Geburtstag da oben eine Einweihungsparty machen."

Nina Bautz

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