Bekannter Münchner Kinderarzt

Theodor Hellbrügge ist tot

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Theodor Hellbrügge ist im Alter von 94 Jahren gestorben.

München - Der international angesehene Münchner Kinderarzt Theodor Hellbrügge ist im Alter von 94 Jahren gestorben.

Der Mediziner und Gründer der „Aktion Sonnenschein“ hatte sich die Förderung und Integration behinderter Kinder zur Lebensaufgabe gemacht. Sein mehrmals neu aufgelegtes Werk „Die ersten 365 Tage im Leben eines Kindes“ wurde in mehr als 35 Sprachen übersetzt. Hellbrügge galt als einer der führenden Kinderheilkundler in Europa. Er starb bereits am Dienstag, wie die Theodor-Hellbrügge-Stiftung am Donnerstag in München mitteilte.

1968 gründete Hellbrügge in Deutschland den ersten Montessori- Kindergarten für gesunde und behinderte Kinder. Gegen Widerstand der Behörden setzte er zwei Jahre später die Gründung einer Montessori-Gemeinschaftsschule durch.

Hellbrügge wurde 1919 in Dortmund geboren, studierte Medizin und spezialisierte sich auf die Kinderheilkunde. 1954 habilitierte er sich in München und wurde 1976 ordentlicher Professor in der bayerischen Landeshauptstadt. Wichtige Anliegen Hellbrügges waren die frühe Diagnostik, Therapie und Integration behinderter Kinder.

Zu den wichtigsten Veröffentlichungen des Trägers von 20 Ehrendoktorwürden gehören die Bücher „Das sollten Eltern wissen - über den Umgang mit Kindern“ und „Probleme des behinderten Kindes“. Hellbrügge starb im Kreis seiner Familie. Der Mediziner war Vater von sechs Kindern, hatte 14 Enkel und 13 Urenkel.

dpa

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