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Neun Festnahmen während G7-Demo in München – Veranstalter verurteilten Polizei

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Von: Patrick Huljina, Michelle Brey

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Am Samstag fand eine G7-Demo in München statt. Der Zulauf war deutlich geringer als erwartet. Die Polizei nahm neun Demonstranten fest.

Update vom 25. Juni, 22.17 Uhr: Im Zusammenhang mit der Großdemonstration zum G7-Gipfel in München sind am Samstag nach einer Bilanz der Polizei neun Menschen festgenommen worden. In je drei Fällen sei es um gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Vermummungsverbot bei Versammlungen gegangen, in zwei Fällen um Angriffe auf Polizisten, teilte die Polizei nach dem Ende der Abschlusskundgebung mit.

Eine weitere Festnahme einer nach Polizeiangaben gesuchten Person gegen Ende des Protestzugs hatte eine kurzzeitige Konfrontation mit Protestierenden ausgelöst. Dabei wurden den Angaben zufolge zwei Beamte leicht verletzt. Polizisten hätten dabei auch Schlagstöcke eingesetzt. Kurz zuvor hatten Demonstranten mehrere Rauchtöpfe gezündet. In diesem Zusammenhang werde nun wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt, teilte die Polizei mit.

Eine Sprecherin des Protestbündnisses „Stop G7 Elmau“ verurteilte am Samstag „das gewaltvolle Vorgehen der Polizei“. Mehrere Menschen seien durch die Beamten verletzt worden. „Das polizeiliche Handeln war ungerechtfertigt, aber nicht überraschend.“

G7-Demonstration auf der Theresienwiese ist beendet

Update vom 25. Juni, 19.20 Uhr: Die G7-Demo mit anschließender Kundgebung auf der Theresienwiese ist beendet. Das gab die Polizei München auf ihrem Twitterkanal bekannt. Zwischenzeitlich gerieten Demonstranten und Polizisten aneinander. Aber größtenteils verlief die Veranstaltung friedlich. Die Organisatoren des Protests waren dennoch nicht zufrieden. Man ging von 20.000 Teilnehmern aus. Am Ende waren es laut Polizei nur 4000. Die Veranstalter sprachen jedoch von 6000 Demonstranten.

Update vom 25. Juni, 15.55 Uhr: Die Abschlusskundgebung der G7-Demo in München läuft derzeit noch. Die Verkehrssperren rund um die Theresienwiese werden laut Polizei „nach und nach aufgehoben“. Es kann weiterhin zu Beeinträchtigungen kommen.

Zwischenfall auf der Theresienwiese: Polizei und G7-Demonstranten geraten kurzzeitig aneinander

Update vom 25. Juni, 15.45 Uhr: Bei der G7-Demo in München kam es nach der Ankunft des Demo-Umzugs an der Theresienwiese zu kurzzeitigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Wie ein dpa-Reporter berichtete, gab es nach der Festnahme eines Demonstranten Rangeleien zwischen Beamten und Aktivisten.

„Bei Ankunft auf der Theresienwiese kam es zu einer Festnahme und anschließenden Solidarisierungsaktion des Schwarzen Blocks. Wir haben die Personen gestoppt und per Lautsprecher angesprochen. Kurz danach sind die Personen eigenständig zur Versammlung zurück“, erklärte die Polizei via Twitter.

G7-Gipfel 2022 - Demonstration München: Polizei und Demonstranten sind bei der Ankunft auf der Theresienwiese kurzzeitig aneinandergeraten.
Polizei und Demonstranten sind bei der Ankunft auf der Theresienwiese kurzzeitig aneinandergeraten. © Sven Hoppe/

Die Lage hat sich inzwischen wieder entspannt. Zuvor waren nach Polizeiangaben rund 4000 Menschen friedlich von der Theresienwiese durch die Innenstadt gezogen. Die Veranstalter sprachen von rund 6000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Erwartet hatten sie eigentlich rund 20.000 Menschen.

Polizei und Demonstranten geraten aneinander: Bei Rückkehr der G7-Demo auf die Theresienwiese

Update vom 25. Juni, 15.20 Uhr: Der Demo-Umzug ist beendet. „Die Versammlung ist zurück auf der Theresienwiese in München angekommen“, teilt die Polizei via Twitter mit. Dort ist eine Abschlusskundgebung geplant.

Die Demonstration gegen den G7-Gipfel ist bis dahin friedlich verlaufen. Bei der Ankunft an der Theresienwiese kam es Berichten zufolge jedoch kurzzeitig zu einer Auseinandersetzung zwischen der Polizei und einigen Demonstranten, wie man in einem Twitter-Video von Bild-Reporter Karl Keim sieht. „Ein Teil der Versammlung hat sich dort entfernt. Wir sprechen gerade mit diesen Personen“, schreibt die Polizei dazu auf Twitter.

G7-Demo in München: Teilnehmerzahl bleibt deutlich hinter den Erwartungen

Update vom 25. Juni, 14.45 Uhr: Die G7-Demonstranten haben laut Polizei inzwischen die Sonnenstraße erreicht – damit liegt etwas mehr als die Hälfte der geplanten Route hinter dem Demo-Zug. Bislang ist es zu keinerlei Zwischenfällen gekommen. Die Stimmung ist laut unserem Reporter vor Ort entspannt.

Die Teilnehmerzahl ist allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im Vorfeld sind die Beamten von mindestens 20.000 Teilnehmern ausgegangen. Mehr als zwei Stunden nach Beginn der Veranstaltung sprach die Polizei von etwa 4000 Teilnehmern, die Veranstalter gaben 6000 Protestierende an. 

Die G7-Demo in München verläuft bislang ruhig, hier an der Paul-Heyse-Straße.
Die G7-Demo in München verläuft bislang ruhig, hier an der Paul-Heyse-Straße. © Felix Herz

Demo-Zug durch die Innenstadt: Polizei spricht zunächst von etwa 3500 G7-Demonstranten

Update vom 25. Juni, 13.50 Uhr: „Die Versammlung auf der Theresienwiese in München hat sich nun in Bewegung gesetzt“, schreibt die Polizei auf Twitter. Der Demo-Zug der G7-Demonstranten beginnt. Laut ZDF-Reporter Peter Aumeier hat sich auch ein „schwarzer Block“ gebildet.

Insgesamt sind nach Schätzungen der Polizei nur etwa 3500 Teilnehmer zur G7-Demo gekommen. Das sagte der Münchner Polizeisprecher Andreas Franken etwa eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung auf der Theresienwiese. Ursprünglich war mit mindestens 20.000 Menschen gerechnet worden.

Eine Sprecherin der Veranstalter sagte, dass erst nach Beginn des Demonstrationszuges eine Schätzung möglich sei. Oft schließen sich bei solchen mehrstündigen Demos viele Teilnehmer erst im Laufe der Veranstaltung an. Allerdings zeigten sich einige Aktivisten bereits verwundert und überrascht über den geringen Zulauf. „Wir sind enttäuscht“, sagte die 46-jährige Andrea von Greenpeace aus Hannover. Es wirke so, als ob nur Organisationen vor Ort seien, aber niemand aus der Bevölkerung. „So schlecht ist das Wetter ja auch nicht“, sagte sie.

G7-Gipfel 2022 - Demonstration-Zug in München.
Die Versammlung bei der G7-Demo in München hat sich in Bewegung gesetzt. © Sven Hoppe/dpa

G7-Demo in München gestartet: Bislang weniger Teilnehmer als erwartet

Update vom 25. Juni, 12.50 Uhr: Mindestens 20.000 Teilnehmer hatte die Polizei zur großen G7-Demo in München erwartet. Bislang ist die Teilnehmerzahl deutlich niedriger als erwartet. Auch die Veranstalter sind davon wohl überrascht. „Wir haben mit etwas mehr Teilnehmern gerechnet“, zitiert ein Vor-Ort-Reporter von ZDF Bayern die Organisatoren. Eine genaue Teilnehmerzahl soll demnach gegen 14 Uhr genannt werden. Bislang verlaufe alles friedlich.

G7-Gipfel 2022 - Demonstration München.
Bislang haben sich deutlich weniger Teilnehmer als erwartet bei der G7-Demo in München eingefunden. © Daniel Karmann/dpa

Update vom 25. Juni, 12.25 Uhr: Die Theresienwiese füllt sich langsam. Die G7-Demo startet mit einer Auftaktkundgebung und anschließenden Reden von Vertretern der Trägerorganisationen. Gegen 13 Uhr ist der Aufbruch des Demo-Zuges von der Theresienwiese geplant.

Von der Polizei gab es zunächst noch keine offizielle Schätzung zur Teilnehmerzahl. Im Vorfeld wurde mitgeteilt, man erwarte mindestens 20.000 Teilnehmer. Bis kurz vor Beginn der Veranstaltungen fanden sich allerdings nur mehrere Hundert bis etwa tausend Teilnehmer auf der Münchner Theresienwiese ein, wie mehrere dpa-Reporter vor Ort berichteten.

Kurz vor dem Start der G7-Demo war die Zahl der Teilnehmer auf der Theresienwiese noch überschaubar.
Kurz vor dem Start der G7-Demo war die Zahl der Teilnehmer auf der Theresienwiese noch überschaubar. © Daniel Karmann/dpa

G7-Demo in München: Polizei testet Lautsprecher mit buntem Musik-Mix

Update vom 25. Juni, 11.50 Uhr: Gegen 11 Uhr, gut eine Stunde vor Beginn der G7-Demo auf der Theresienwiese, testete die Polizei eine neue Lautsprecheranlage. Dabei war ein bunter Mix aus Musik zu hören, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Vom Defiliermarsch über volkstümliche Schlager bis zu deutschem Rock war alles geboten. Die Gipfel-Gegner sollen davon jedoch nicht viel mitbekommen haben. Sie versammelten sich einige hundert Meter entfernt auf der anderen Seite des Geländes.

Die Polizei ist vor der G7-Demo mit einem großen Aufgebot vor Ort.
Die Polizei ist vor der G7-Demo mit einem großen Aufgebot vor Ort. © Tobias Hase/dpa

G7-Demo in München: Polizei rechnet mit Verkehrsbehinderungen bis zum Abend

Update vom 25. Juni, 11.35 Uhr: In etwa einer halben Stunde ist offizieller Beginn der G7-Demo in München. Die Polizei weist darauf hin, dass es auf der Versammlungsstrecke bis etwa 17.30 Uhr zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. „Bitte umfahren Sie den Bereich weiträumig“, so die Bitte der Einsatzkräfte.

Der Demo-Zug startet laut den Veranstaltern gegen 13 Uhr an der Theresienwiese. Die geplante Route: Theresienwiese – Poccistraße – Lindwurmstraße – Herzog-Heinrich-Straße – Kaiser-Ludwig-Platz – Herzog-Heinrich-Straße – Paul-Heyse-Straße – Schwanthalerstraße – Sonnenstraße – Sendlinger-Tor-Platz – Lindwurmstraße – Poccistraße – Theresienwiese.

Update vom 25. Juni, 11.10 Uhr: Rund eine Stunde vor dem offiziellen Start der großen G7-Demo auf der Theresienwiese weist die Polizei auf mögliche Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt hin. „Aufgrund einer Versammlung in München ist aktuell im Bereich Bayerstraße, Stachus, Landsberger Straße und Kiliansplatz mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen“, schreiben die Beamten auf Twitter. „Bitte planen Sie gegebenenfalls etwas mehr Zeit ein.“

Große G7-Demo in München: Kleinere Kundgebung am Freitagabend

Update vom 25. Juni, 10.30 Uhr: Am Freitagabend gab es in München bereits eine kleinere Demonstration im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel. Bei einer Kundgebung auf dem Odeonsplatz versammelten sich laut Angaben der Polizei rund 200 Menschen. Im Vorfeld waren mehr Teilnehmer erwartet worden, allerdings machte das schlechte Wetter in der Landeshauptstadt einigen wohl einen Strich durch die Rechnung. Bei der Demonstration kam es zu keinen Zwischenfällen.

Bei der großen Demonstration am Samstag erwartet die Polizei hingegen mindestens 20.000 Teilnehmer. Der Start ist für 12 Uhr an der Theresienwiese anberaumt.

Ein Bild von der G7-Demo in München im Jahr 2015. Damals nahmen rund 35.000 Menschen teil.
Ein Bild von der G7-Demo in München im Jahr 2015. Damals nahmen rund 35.000 Menschen teil. © IMAGO/epd

Große G7-Demo: Polizei hat Bitte an Münchner

Update vom 25. Juni, 9.55 Uhr: Die Polizei hat im Vorfeld des G7-Gipfels einen wichtigen Hinweis an die Münchner Bevölkerung herausgegeben. „Im Stadtgebiet von München werden anlässlich des G7-Gipfels eine Vielzahl von Haltverboten aufgestellt. Bitte schauen Sie nach Ihrem Fahrzeug und vergewissern Sie sich, ob Sie noch ordnungsgemäß parken“, teilte die Polizei Bayern bereits am 18. Juni via Twitter mit.

Am Abend vor der großen Demo erneuerten die Beamten ihre Bitte an die Münchner: „Da heute bereits viele Fahrzeuge in München abgeschleppt werden mussten: Die Haltverbote im Stadtgebiet von München stehen bereits. Bitte überprüfen Sie, ob ihr Fahrzeug dort abgestellt ist und parken Sie es gegebenenfalls um.“

Große G7-Demo in München: Anmelder ziehen „klare Grenze“

Update vom 25. Juni, 9.15 Uhr: Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat die Kritiker im Vorfeld des G7-Gipfels zur Gewaltfreiheit aufgerufen. „Ich erwarte von allen Demonstranten, dass sie friedlich protestieren, niemanden verletzen und keine Autos oder Geschäfte zerstören“, sagte Faeser t-online. Am meisten Sorgen machten ihr Gruppen aus der linksextremistischen Szene.

Der Anmelder der Kundgebung in München, Uwe Hiksch von den Naturfreunden, erklärte: „Wir erwarten, dass es eine friedliche, eine bunte und eine schöne Demonstration wird.“ Martin Kaiser, Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, betonte ebenfalls, der Protest in München müsse gewaltfrei sein. „Für uns ist das die klare Grenze“, sagte er der Passauer Neuen Presse.

Update vom 25. Juni, 9 Uhr: Die Kundgebung bei der G7-Demo am Samstag hat vier Schwerpunkte: den Ausstieg aus fossilen Energien, den Erhalt von Tier- und Pflanzenvielfalt, die soziale Gerechtigkeit auf dem Planeten und die Bekämpfung des Hungers. „Klimakrise, Artensterben, Ungleichheit: Die G7-Staaten tragen Verantwortung dafür, dass sich die weltweiten sozialen und ökologischen Krisen immer dramatischer zuspitzen. Schluss damit. Gerecht geht anders“, heißt es im Aufruf zur Teilnahme.

Mindestens 20.000 Teilnehmer: Große G7-Demo in München

Update vom 25. Juni, 8.30 Uhr: Einen Tag vor dem Beginn des G7-Gipfels auf Schloss Elmau wollen Tausende Menschen bei einer großen Demonstration in München auf die Straße gehen. Insgesamt 15 globalisierungskritische Verbände von Attac bis zur Umweltorganisation WWF haben dazu aufgerufen.

Die Polizei erwartet ab 12 Uhr mindestens 20.000 Teilnehmer – bei schönem Wetter auch deutlich mehr. Zudem rechnen die Einsatzkräfte mit einem schwarzen Block, der für Zwischenfälle sorgen könnte. Rund 3000 Polizisten sollen für einen friedlichen Ablauf sorgen.

G7-Gipfel 2022: Große Demo in München am Samstag

Erstmeldung vom 24. Juni: München - Seit Wochen stehen im Raum Garmisch-Partenkirchen Zäune, Parkplätze sind abgesperrt, Hubschrauber kreisen, die Gegend ist voll Polizei. Der G7-Gipfel in Elmau erfordert massive Sicherheitsmaßnahmen. Vom 26. bis 28. Juni treffen sich die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrieländer. Bereits am Samstag (25. Juni) bekommt auch München das Gipfel-Treffen zu spüren.

Am Tag vor dem Treffen um Bundeskanzler Olaf Scholz, Emmanuel Macron (Frankreich) und Co. will eine große Demo in München auf sich aufmerksam machen. 15 Organisationen, darunter beispielsweise Greenpeace und WWF, wollen gegen Hunger und Armut sowie für einen besseren Klima- und Artenschutz demonstrieren. Die Kritik der Veranstalter an den G7-Staaten: Sie trügen Verantwortung dafür, „dass sich die weltweiten sozialen und ökologischen Krisen immer dramatischer zuspitzen“.

Zeitplan und Route: So läuft die große G7-Demo am Samstag in München

Der Auftakt der Münchner Demonstration ist für 12 Uhr anberaumt. Startpunkt ist laut Website der Veranstalter die südliche Theresienwiese. Um 13 Uhr soll die Demonstration durch die Münchner Innenstadt beginnen. Folgende Demo-Route gaben die Initiatoren im Vorfeld hierfür an: Theresienwiese, Poccistraße, Lindwurmstraße, Herzog-Heinrich-Straße, Kaiser-Ludwig-Platz, Herzog-Heinrich-Straße, Paul-Heyse-Straße, Schwanthalerstraße, Sonnenstraße, Sendlinger-Tor-Platz, Lindwurmstraße, Poccistraße, Theresienwiese.

Gegen 14.30 Uhr wollen die Teilnehmer der Demo wieder an die Theresienwiese zurückkehren. Um 16 Uhr soll die Kundgebung beendet sein.

G7-Gipfel in Elmau mit Folgen für München: Große Demo geplant - Teilnehmerzahl und Warnung vor Staus

Nach Einschätzung der Polizei könnte bei der großen Demonstration gegen den G7-Gipfel am Samstag bei gutem Wetter mehr als die angemeldeten 20.000 Teilnehmer kommen. Münchens Einsatzleiter und Polizeivizepräsident Michael Dibowski rechnet dabei unter anderem mit einem schwarzen Block. Das sagte er bei der Vorstellung des polizeilichen Einsatzkonzepts am Donnerstag (23. Juni).

Beim schwarzen Block prognostizierte er eine Stärke bis hin zu einer hohen dreistelligen Personenzahl. Die Mobilisierung sei aber nicht so stark wie beim G7-Gipfel vor sieben Jahren. Damals waren insgesamt rund 35.000 Teilnehmer zur zentralen Demonstration in München gekommen. Die Mobilisierung 2022 laufe vorwiegend deutschlandweit. Die internationale Mobilisierung könne auch durch den anschließenden Nato-Gipfel in Madrid beeinflusst sein und weniger stark ausfallen als 2015, sagte Dibowski. Rund 3.000 Polizisten sollen für einen friedlichen Ablauf der Demo sorgen. Insgesamt sind rund 18.000 Beamte rund um den G7-Gipfel im Einsatz.

Bei der Anreise der G7-Teilnehmer sowie während der Demo in München am Samstag sei mit Staus und Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Die Demonstranten rief der Polizeivizepräsident dazu auf, ihren Protest friedlich vorzutragen. Es gebe Raum für „kreative und friedliche Demonstrationsformen“. Er machte deutlich: „Störungen durch Gewalt, Sachbeschädigungen und anderen Rechtsverstöße wird die Münchner Polizei nicht tolerieren.“ Legitimer Protest ende dort, wo strafbare Verhalten beginne, so Dibowski.

G7-Gipfel-Demo: Wann, wo und wie viele Demonstranten? Ein Überblick

Bereits in der Nacht zum Mittwoch (22. Juni) war im Vorfeld des G7-Gipfels in München ein Brandanschlag auf acht Polizeiwagen verübt worden. Die Wagen gehörten zu Einsatzkräften, die für den am Sonntag beginnenden Gipfel auf Schloss Elmau in München in einem Hotel untergebracht sind. Das Aktionsbündnis „Stop G7 Elmau“ distanzierte sich von dem Brandanschlag. Man habe damit nichts zu tun, hieß es in einer Mitteilung. (mbr mit dpa)

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