In Hotel fällt Strom aus

Hochwasser trifft Therme Erding: Tür bricht ein - Verantwortlicher „befürchtet Schlimmes“

Ergiebige Regenfälle halten Oberbayern in Atem. Betroffen ist auch die Therme Erding; weitreichende Folgen werden befürchtet.

Update vom 30. August, 15.27 Uhr: In der Therme Erding sind die Folgen des Dauerregens bereits deutlich spürbar. Der Keller des Wellenbads steht unter Wasser, nachdem eine Verbindungstür zum Keller des Hotel Victory den Wassermassen nicht mehr standhalten konnte. Zuvor war der Iztlinger Graben übergelaufen. Um schlimmeres zu vermeiden sei dort die Stromversorgung abgeschaltet worden, erklärte Thermen-Prokurist Marcus Maier gegenüber Merkur.de*. Im Hotel fiel zwischenzeitlich die Stromversorgung aus.

Der Liegebereich am Wellenbad sei zwar weiterhin offen, doch die Wasseraufbereitung nicht möglich. „So etwas habe ich in den 15 Jahren, die ich hier bin, nicht erlebt“, sagte Maier. „Wir müssen jetzt warten, bis das Wasser abgepumpt ist und dann müssen wir alles schnellstmöglich reparieren.“ Genaueres wisse er erst, wenn die Keller wieder trocken sind und der Schaden aufgenommen werden kann, „aber ich befürchte Schlimmes“.

Dennoch ist die Therme am Montag geöffnet. Galaxy-Rutschenbad und Saunabereich sind vom Hochwasser nicht betroffen. Maier:„Wir haben unsere Preise reduziert und die Gäste sind sehr verständnisvoll.“

Dauerregen in München: Isar könnte Hochwasser-Meldestufe überschreiten

Rund ein Meter ist das Wasser im Keller des Hotel Victory hoch.

Ursprungsmeldung:

München - Bewohner der Landeshauptstadt wenden sich ab, wenn sie die DWD-Warnkarte betrachten. Für den gesamten Montag (30. August) prognostizieren die Wetter-Experten Starkregen für München*. Und damit nicht genug: Erst am darauffolgenden Abend sollen die Niederschläge allmählich abnehmen. Bei Maximaltemperaturen von 14 Grad* kommen Sommergefühle derzeit wohl nur bei Mitgliedern Münchner Eisbadevereine auf.

Schon jetzt prognostizieren es die Experten: Der ergiebige Dauerregen zu Wochenbeginn könnte im südlichen Oberbayern an einigen Flüssen und Bächen zu Hochwasser und Überschwemmungen führen. Laut Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) sei damit zu rechnen, dass auch die städtische Isar die erste von vier Meldestufen überschreiten wird. „Die Hochwasserlage wird sich insbesondere in Südostbayern heute noch ausweiten“, erklärte eine HND-Sprecherin.

Am Montagvormittag (10.15 Uhr) belief sich der Pegel der städtischen Isar offiziellen Angaben zufolge auf 164 Zentimeter. Meldestufe 1 wird bei 240 Zentimetern erreicht. Das jüngste Isar-Hochwasser im Juli hatte die Münchner Feuerwehr zu einem emotionalen Aufruf veranlasst. In der Folge hatte ein Experte erklärt, wie Bewohner der Isar-Metropole im Falle von Überflutungen gewarnt werden - und auf ein riskantes Manko verwiesen.

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Wetter in München: Tief soll erst am Dienstagabend abziehen

Etwas turbulenter dürfte sich in den kommenden Tagen die Lage im Chiemgau gestalten. Bis Dienstagabend seien Niederschlagsmengen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter möglich, sagte ein DWD-Meteorologe am Montag. Nachdem in etwa die gleiche Menge in Teilen der Region schon seit Samstagmorgen gemessen wurde, warnte der Wetterdienst am Montag vor möglichem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen. Es könne auch zu Erdrutschen kommen.

Deutlich entspannen soll sich die Situation in Sachen Regen nach DWD-Angaben am Dienstagabend. „Das Tief über Osteuropa zieht dann ab“, sagte ein DWD-Meteorologe. Von der Nacht auf Mittwoch an solle es in der Region wieder trocken werden. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Günter Herkner

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