Zweifel an Chancen erneuter Olympia-Bewerbung

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DOSB-Chef Thomas Bach.

München - Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, hegt Zweifel an den Siegchancen einer weiteren deutschen Olympia-Bewerbung.

Angesichts “so mancher Verweigerungshaltung in Deutschland“ müsse man schauen, “ob wir überhaupt noch in der Lage sind, ein ambitioniertes Großprojekt auf die Beine zu stellen“, sagte Bach im Interview der Würzburger Main-Post (Samstag).

DOSB-Chef plädierte dafür, sich die Möglichkeit einer Bewerbung “bis kurz vor Ende“ der Frist offenzuhalten, “weil so etwas speziell bei uns im Lande auch eine Frage der Politik und Stimmungslage“ sei. “Von den Grünen hört man ja bereits vorab wieder, dass sie auch die erneute Bewerbung nicht unterstützen würden“, kritisierte Bach, zugleich Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Trotz des gescheiterten Versuchs, die Winterspiele 2018 nach München zu holen, gilt das erprobte bayerische Konzept als deutscher Favorit für eine erneute Bewerbung. Die DOSB-Mitgliederversammlung hatte aber von einer Kandidatur schon für die Winterspiele 2022 abgeraten, der zweite Anlauf dürfte eher für 2026 anstehen.

Zeit indes bliebe auch für 2022 noch: Anmeldeschluss beim IOC ist erst im September 2013. Zu diesem Zeitpunkt müssten aber bereits die nötigen finanziellen staatlichen Garantien gegeben worden sein - was angesichts der unvorhersehbaren politische Lage als großes Hindernis gilt. In einem Jahr nämlich wählt nicht nur Deutschland einen neuen Bundestag, sondern auch Bayern einen neuen Landtag - und in München steht darüber hinaus die Oberbürgermeister-Wahl an.

dpa

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