Hat er einen oder zwei?

Tierischer Prozess um Boxer-Hoden

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Sie haben gewonnen: Norbert Piwek mit Hund Hero.

München - Am Ende ist Hero der Held. Der achtjährige Boxer-Rüde hat jetzt hochoffiziell bescheinigt bekommen: Er ist zuchttauglich. Vorangegangen ist ein wahrhaft tierischer Gerichtsprozess.

In dessen Verlauf setzte sich sein Herrchen Norbert Piwek (48) mit dem Boxer-Klub auseinander. Hintergrund: Bei einer Auswahl-Prüfung hatte die so genannte Körmeisterin dem Hund die Zuchttauglichkeit abgesprochen. Denn einer der Hoden liege nicht fest im Hodensack, daher entspreche Hero als so genannter „Einhoder“ nicht dem Standard.

Züchter Piwek, der in Egeln (Sachsen-Anhalt) lebt, erhob vor dem Münchner Amtsgericht Klage – der Boxer-Klub hat hier seinen Sitz. Am Ende entschied die Justiz (auch in einer weiteren Instanz) für Hund und Herrchen. Dabei stützten sich die Gerichte auch auf ein Fach-Gutachten. Kern-Inhalt: Hero hat ja zwei Hoden. Demnach gelten dann auch seine Nachkommen als reinrassige (und damit teure) Boxer! Jetzt darf er wieder als Zuchtrüde eingesetzt werden.

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