Leipzig gibt Münchner Elefant Asyl

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Das Elefantenhaus im Tierpark Hellabrunn war ein Besuchermagnet. Das denkmalgeschützte Gebäude muss saniert werden.

München - Die Elefanten-Damen im Tierpark Hellabrunn schauen richtig traurig drein. Grund: Bulle Gajendra hat nach Leipzig umziehen müssen.

Die Ossis gewähren dem 17 Jahre alten Tier so lange Asyl, bis die Sanierung des denkmalgeschützen Elefantenhauses abgeschlossen ist.

Der markante Kuppelbau, ein Besuchermagnet, ist in die Jahre gekommen. Bei einer Überprüfung wurden, wie berichtet, erhebliche Schäden festgestellt. Derzeit prüfen Statiker, welche Baumaßnahmen getroffen werden müssen.

Um schnellstmöglich mit dem Umbau beginnen zu können, benötigte Gajendra ein neues Quartier. Das 4,7 Tonnen schwere Tier musste deshalb auf Reisen gehen. Begleitet wurde der Bulle von zwei Tierärztinnen und zwei Tierpflegern aus München. Die Reise mit einem Schwertransporter verlief ohne Probleme.

Damit sich Gajendra im Leipziger Elefantentempel „Ganesha Mandir“ besser eingewöhnen kann, betreut ihn in den ersten beiden Wochen wie gewohnt sein Tierpfleger Thomas Günther zusammen mit dem Leipziger Team. Wie lange er in Leipzig bleiben wird, hängt vom Verlauf der Bauarbeiten in München ab.

4,7 Tonnen schwer und äußerst charmant zu den Elefanten-Damen: Bulle Gajendra wohnt derzeit in Leipzig.

Wie Tierpark-Sprecherin Christiane Reiss mitteilt, vermissen ihn die Münchner Elefanten-Damen schon sehr. Die müssen während der Umbauarbeiten im Bullenstall leben – ohne Gajendra. Elefantenpfleger Andreas Fries: „Besonders Temi und Mangala waren dem charmanten Bullen mit den imposanten Stoßzähnen sehr zugetan. Sie haben ihn geradezu angehimmelt.“ Spätestens zum 100-jährigen Tierpark-Jubiläum im nächsten Jahr sollen die Elefanten-Damen ihren Gajendra wiederhaben.

tz

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