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Nach Überraschungsgeburt: Münchner Zoo muss krankes Gorilla-Baby einschläfern

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Von: Katarina Amtmann

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Gorilla Baby
Ein Gorilla-Baby musste im Tierpark Hellabrunn eingeschläfert werden (Archivbild). © IMAGO / Reinhard Kurzendörfer

Überraschend kam im Tierpark Hellabrunn kurz vor Silvester ein Gorilla-Baby zur Welt. Doch das Neugeborene musste eingeschläfert werden.

München - Traurige Nachrichten aus dem Tierpark Hellabrunn in München. Ein von der Mutter verstoßenes Gorilla-Baby ist eingeschläfert worden

Tierpark Hellabrunn: Gorilla-Baby wird von Mutter nicht angenommen

Das weibliche Neugeborene sei offenbar in der Nacht zum 31. Dezember geboren worden. Es sei weder von der Mutter noch von anderen Tieren der Gruppe angenommen worden, wie der Zoo am Montag, 2. Januar, mitteilte. Das Jungtier sei stark unterkühlt und sehr schwach gewesen, sein Allgemeinzustand habe sich weiter verschlechtert. Experten aus Tiermedizin, Pflege, Direktion und der Veterinärbehörde hätten deshalb einstimmig beschlossen, das Neugeborene zu erlösen.

Pfleger hatten das Weibchen am frühen Morgen des Silvestertages entdeckt. Als Mutter konnten sie nach Angaben des Tierparks schnell die 35-Jährige Neema identifizieren. Deren Schwangerschaft war zuvor nicht bemerkt worden. Versuche, die Gorilla-Dame für ihr Junges zu interessieren, scheiterten.

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Münchner Zoo: Krankes Gorilla-Baby eingeschläfert

Ein möglicher Grund könnte der schwache Zustand des Babys sein. „Aus der Natur ist bekannt, dass Wildtiere schon sehr frühzeitig erkennen, ob ihr Nachwuchs gesund ist und damit eine Aufzucht eine Aussicht auf Erfolg hat“, sagte der zoologische Leiter Carsten Zehrer. „Dieses aus menschlicher Sicht harte Verhalten sichert in der Wildbahn unter anderem wichtige Energieressourcen des Muttertieres, die bei einer nicht erfolgreichen Aufzucht verbraucht würden.“ Nach ersten Erkenntnissen litt das Kleine unter anderem an einer Blutung im Kopf und an einer fortgeschrittenen Nabelentzündung. (kam/dpa)

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