1. tz
  2. München
  3. Stadt

Stadt München erweitert Maßnahmen gegen aggressive Tigermücke: „Wichtig, dass wir einen Blick drauf haben“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nadja Pohr

Kommentare

Asiatische Tigermücke
Wie Forscher herausfanden, lernen Moskitos, wie etwa die Asiatische Tigermücke, dazu. © James Gathany/CDC/dpa

Das Gesundheitsreferat der Stadt München hat Maßnahmen erweitert, um die Ausbreitung der aggressiven Tigermücke rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern. Auch Fallen wurden aufgestellt.

München – Der Klimawandel in Deutschland sorgt nicht nur für extreme Wetterphänomene, sondern begünstigt auch die Ausbreitung vieler Stechmücken. Die Mücke wurden von Bill Gates zum „tödlichsten Tier der Welt“ gekürt. Eine besonders gefährliche Art, die sich gerade zunehmend in Bayern ausbreitet, ist die asiatische Tigermücke. Sie überträgt vor allem Tropenkrankheiten wie Dengue-, Chikungunya- oder das Zika-Fieber, wie die Stadt München informiert.

Seit 2015 werden immer wieder Exemplare nachgewiesen. Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat sich die Tigermücke bereits an die europäische Klimasituation angepasst. Um eine mögliche Ausbreitung der aggressiven Mückenart schneller zu erkennen, hat der Gesundheitsschutz im Gesundheitsreferat München (GSR) ein Tigermücken-Monitoring entwickelt.

Stadt München gibt Tipps zur Bekämpfung der Tigermücke

An bereits zwölf Standorten in Bayern ist die aggressive Tigermücke entdeckt worden. Wie das GSR München nun auf seinen Social-Media-Kanälen, Twitter und Facebook mitteilt, habe man auf einigen städtischen Friedhöfen gewisse Vorkehrungen getroffen und erste Fallen aufgestellt. Unter anderem werden mit verschiedenen Duftstoffen die Mücken angelockt, um erkennbar zu machen, ob eine Population vorhanden ist.

Es sind nun Aushänge angebracht worden, die Handlungsanweisung für Grabbesitzer auf den betroffenen Friedhöfen geben. Anwendbar sind diese natürlich auch im heimischen Garten oder auf dem Balkon. Unter anderem wird darum gebeten, Behälter, in denen sich Regenwasser sammeln kann, zu entfernen, umgedreht zu lagern oder bei dauerhaftem Gebrauch das Wasser mindestens einmal wöchentlich zu erneuern. Abgestandenes Wasser in Gefäßen ist nämlich der ideale Brutplatz für die bissigen Tiere. Weitere Maßnahmen auf den Friedhöfen sind:

(Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich hier an.)

München will weiter Ansiedlung der Tigermücke verhindern

„Es ist wichtig, dass wir einfach einen Blick darauf haben, ob sich die Tigermücke hier ansiedelt“, erklärt Jens Gerhardt von der Hauptabteilung Gesundheitsschutz München. Anders als bei der heimischen Stechmücke seien die Stiche der Tigermücke intensiver. Neben den gefährlichen Krankheiten, die die Tigermücke übertragen kann, habe auch deshalb die Stadt München ein großes Interesse daran, die Ansiedlung zu verhindern.

Die Eier der Tigermücke können sind zudem deutlich stabiler und können Temperaturen bis -10 Grad überstehen. Folglich ist es laut Gerhardt wichtig, dass die Handlungsanweisungen auf den Friedhöfen eingehalten werden. Sollte eine Ansiedlung dort stattfinden, können Gegenmaßnahmen wie die Verwendung chemischer Mittel eingesetzt werden. Beim GSR lege der Fokus jedoch derzeit auf der Verhinderung der Verbreitung, wie sie auf Twitter mitteilen.

Schonmal gestochen worden? Teilen Sie es uns mit.

Auch interessant

Kommentare