Der Winter naht

Wegen Kälte: Experte gibt Tipps zum Körper-Schutz

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Hat in den nächsten Tagen und Wochen sicher wieder eine Menge zu tun: Dr. Karlheinz Zeilberger weiß um die Gefahren des Winters.

München - Der Winter steht vor der Tür - und damit auch die Gefahr für Krankheiten. Dr. Karlheinz Zeilberger erklärt, wie wir uns wirkungsvoll vor der Kälte schützen.

„Es liegt was in der Luft, das Wetter schlägt bald um, ich spür’s schon …“ Wer solche Prophezeiungen von sich gibt, der wird gerne mal belächelt. Oft zu Unrecht, wie der Münchner Internist Dr. Karlheinz Zeilberger gegenüber der tz betont: „Wetterfühligen Menschen können die Luftdruckschwankungen im Vorfeld eines Temperatursturzes durchaus zu schaffen machen – gerade dann, wenn sie ohnehin Probleme mit ihrem Blutdruck haben. Diese Patienten nehmen beispielsweise ihren Herzschlag verstärkt wahr. Generell lässt Kälte den Blutdruck eher etwas ansteigen.“

Dazu komme, so der Mediziner, dass viele Menschen in den vergangenen Tagen aufgrund der Herbststürme nicht so ruhig geschlafen hätten wie sonst. Diese Kombi führe dazu, dass sich empfindliche Menschen momentan insgesamt schlapp und unwohl fühlen.

In vielen Fällen steckt auch ein Infekt dahinter. „Gerade in den letzten beiden Wochen war eine deutliche Zunahme von Erkältungskrankheiten zu beobachten“, so Dr. Zeilberger. Der Grund: Viele Patienten haben sich wegen des ungewöhnlich warmen November-Wetters viel zu luftig angezogen. „Im Schatten oder an zugigen Orten haben sich dann viele einen Infekt eingefangen.“

Trinken und Impfen gegen Krankheiten

Dr. Zeilbergers Tipp (neben Schal und Mütze gegen die Kälte): viel trinken! „Dadurch wird ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert und deren Schutzschildfunktion zur Abwehr von Krankheitserregern gestärkt.“ Sinnvoll sei es auch, sich gegen die echte Virusgrippe (Influenza) impfen zu lassen. Das ist eine Investition, die sich jedes Jahr lohnen könne, so Dr. Zeilberger. „Zumal die Zusammensetzung des Impfstoffs gegenüber dem vergangenen Winter stark verändert worden ist.“

Aber nicht nur die Schleimhäute sollte man bei Herbst- und Winterwetter regelmäßig ölen, sondern auch die (normale) Haut. „Wenn es kälter wird, produziert sie weniger Fett und büßt an Widerstandsfähigkeit ein – das gleicht man am besten mit fetthaltigen Pflegeprodukten aus. Es ist wichtig, dass die Cremes nicht zu viel Wasser enthalten“, rät der Münchner Hautarzt Dr. Christoph Liebich. Dagegen darf die Luft in der Wohnung oder am Arbeitsplatz durchaus ein bisserl feucht sein. „Denn trockene Luft belastet die Haut“, weiß der Dermatologe.

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