Tochter missbraucht - Beweise ungültig?

München - Ein Unternehmensberater aus Gilching ist angeklagt, weil er seine eigene Tochter (7) missbraucht und dabei gefilmt hat! Dennoch droht der Prozess zu platzen. Dabei sind die Beweise erdrückend.

Die Videos und Fotos, die Markus S. (45, Name geändert) auf seinem Computer speicherte, sind ekelerregend und grausam. Sie zeigen kleine Mädchen, die gequält und vergewaltigt werden. Angeklagt ist der Unternehmensberater aus Gilching, weil er seine eigene Tochter (7) missbraucht und dabei gefilmt hat! Dennoch droht der Prozess, der seit Dienstag läuft, zu platzen.

Dabei sind die Beweise erdrückend: Der Mann hatte die Fotos mit seiner Digitalkamera gemacht, Datum und Uhrzeit sind gespeichert. Aber dürfen die Beweise vom Gericht verwertet werden? Nein, sagt Verteidiger Gerhard Bink. Denn das LKA habe den Fall mit Hilfe einer Vorratsdatenspeicherung bei der Telekom ermittelt. Und das sei verfassungswidrig.

Die Beweismittel für den Missbrauch der eigenen Tochter seien bei einer zweiten Hausdurchsuchung gefunden worden. „Diese war nicht zulässig“, so der Anwalt. Er fordert die Einstellung des Verfahrens.

ebu

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