Todesdrama am Stachus: Prozessbeginn

+
In der McDonald's Filiale am Stachus kam es im Juli 2011 zu einem tödlichen Streit.

München - Im Juli 2011 kam es zu einem folgenschweren Streit im McDonald's am Stachus. Giacomo A. wurde verletzt und verblutete innerlich. Am Montag startet der Prozess.

Er suchte wohl Streit, war wild auf eine Schlägerei: David M. (25) fiel nach einem Besuch in der Disco Pacha in der Nacht zum 29. Juli 2011 bei McDonald’s am Stachus ein. Er stänkerte herum, schließlich verpasste er einem zufälligen Opfer, Giacomo A., brutale Faustschläge. Der 41-Jährige fiel zu Boden – tot! Wegen Körperverletzung mit Todesfolge wird David M. ab dem heutigen Montag vor dem Schwurgericht der Prozess gemacht.

In Deutschlands umsatzstärkster Filiale der Schnellrestaurant-Kette herrschte Hochbetrieb, als der arbeitslose David M. gegen zwei Uhr morgens seinen Hunger stillen wollte. Dabei sorgte er nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft schon in der Warteschlange für Stunk. Und dabei sollte es nicht bleiben… Obwohl genügend Sitzplätze frei waren, setzte M. sich zu Kaufmann Giacomo A. (†41) und dessen Freundin. Dort regte er sich über die schmutzigen Servietten auf – Giacomo A. hatte sich den Mund abgewischt.

Nach verbalen Attacken wurde der angetrunkene David M. immer wilder. Auf einmal warf er das Essen seines Tischnachbarn zu Boden, dann schlug er Giacomo A. ins Gesicht! Dieser stand auf, ging in Richtung Ausgang. David M. folgte ihm. Er nahm Anlauf und stieß sein Opfer mit Wucht in den Rücken. Dann schlug er mit den Fäusten zu. Der 41-Jährige stürzte zu Boden und zog sich schwere Verletzungen zu.Für Giacomo A. kam jede Hilfe zu spät: Er erlitt durch die Schläge gegen den Kopf einen Einriss in der linken Wirbelschlagader. Die Notärzte konnten ihm nicht mehr helfen, er verblutete innerlich.

Der gebürtige Österreicher David M., der nach kurzer Flucht gefasst werden konnte, sitzt seither in Untersuchungshaft. Bei Körperverletzung mit Todesfolge schreibt das Gesetz eine Mindeststrafe von drei Jahren vor. Die Höchststrafe beträgt zehn Jahre Gefängnis. Der Prozess ist bis zum 15. Mai terminiert.

Eberhard Unfried

auch interessant

Meistgelesen

Münchner Tagesmutter verhaftet - Pressekonferenz im Video
Münchner Tagesmutter verhaftet - Pressekonferenz im Video
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion