An Silvester 2016 gegen Ampelmast gerast

Berufung zurückgezogen: Todesfahrer muss in Haft

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Muss nach Todesfahrt in der Silvesternacht 2016 hinter Gitter: Dominik B. hat die Berufung gegen das Urteil zurückgezogen.

München - Dominik B. muss wegen des von ihm verursachten Unfalls an Silvester 2016 ins Gefängnis. Der 22-Jährige hat die Berufung gegen das Urteil zurückgezogen - aus gutem Grund.

Er hatte unglaubliches Leid verursacht. In der Silvesternacht 2016 war Dominik B. (22) betrunken von einer Feier nach Hause gefahren - und mitten in einen Ampelmast an der Münchner Straße gekracht. Der knickte ab und fiel unglücklich auf Viwi (17†), die wenige Meter entfernt mit Freundinnen unterwegs war. An den Folgen war die Schülerin gestorben. Dominik B. musste sich im November vor dem Münchner Amtsgericht verantworten: Dort wurde er wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, zu einem Jahr und neun Monaten. Doch er ging in Berufung.

Am Landgericht München I wurde der Fall am Dienstag neu verhandelt. Zu seiner Entlastung konnte Dominik B. nicht viel beitragen. „Von dem Unfall weiß ich nur noch, dass ich danach bei der Polizei war.“ Danach wurde er in die Psychiatrie nach Haar gebracht. „Schon vorher ging es mir nicht gut“, sagte B. Im Job sei er gemobbt worden, zudem erkrankte seine Mutter.

Seine Schuld verringert das nicht. Es ist allenfalls ein Ansatz der Erklärung, warum er im Alkohol versucht hatte, seine Probleme zu betäuben. Auch in der Berufung konnte Dominik B. sich kaum entlasten. Am Ende folgte er dem Hinweis der Richterin Renate Baßler und zog seine Berufung zurück - sonst hätte ihm wohl eine höhere Strafe gedroht. In Kürze muss er nun seine Haft antreten. Das erste Urteil ist rechtskräftig.

Andreas Thieme

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