Tödlicher Radlunfall: Gericht korrigiert Urteil

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An der Ecke Arnulfstraße/Sedlmayrstraße kam es zu dem tödlichen Unfall.

München - Hätte dieser Freispruch für einen Brummi-Fahrer Bestand gehabt, wäre dies ein Freibrief für alle Lkw-Lenker gewesen. Doch das Landgericht korrigierte das unfassbare Urteil des Amtsgerichts.

Der Fall: Am 19. August 2008 fuhr die Architektin Katharina E. (26) auf der Arnulfstraße stadteinwärts – auf dem Radweg. An der Krezung Sedlmayrstraße hat sie „Grün“. In diesem Moment biegt Johann W. (45) mit seinem Sattelzug nach rechts ab und überrollt die Frau und tötet sie. Am 19. Juni 2009 muss sich Johann W. wegen fahrlässiger Tötung verantworten – Freispruch! Der Staatsanwaltschaft selbst geht in Berufung. Erstaunlich: Beim gestrigen Prozess vor dem Landgericht kommt derselbe Gutachter zu einem anderen Ergebnis. Hätte der Lkw-Fahrer sein Tempo anstatt auf zwölf auf acht km/h reduziert, wäre zwar ein Anstoß nicht vermeidbar gewesen, wohl aber das Überrollen. Urteil: Eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 40 Euro!

ebu

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