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Tödlicher Streit im McDonald's: Opfer stürzte auf Tischkante

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Tatort Stachus: Polizisten haben die Zugänge zum McDonald’s-Restaurant abgesperrt. Im ersten Stock arbeitet die Spurensicherung

München - Nach dem Todesdrama am Stachus sitzt Täter David M. (24) in U-Haft. Offenbar ging es im Streit um einen Flirtversuch. Opfer Giacomo A. (41) stürzte während des Handgemenges auf eine Tischkante.

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Vor den Augen ungezählter Nachtschwärmer endete eine handgreifliche Streiterei zwischen zwei Männern (24 und 41 Jahre) bei McDonald’s am Stachus in der Nacht zu Samstag mit einem Drama. Am Ende lag ein Sterbender auf dem Boden. Das Lokal wurde für mehrere Stunden geschlossen. Der 24-Jährige Täter – ein arbeitsloser Münchner – sitzt wegen Körperverletzung mit Todesfolge in U-Haft.

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Ob daraus juristisch noch ein Totschlag werden kann, ist unklar. Das hängt letztlich vom Ergebnis der Obduktion und den Zeugenaussagen ab, über die die Öffentlichkeit vorerst nicht offiziell informiert wird. Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger: „In dem Fall sind scheinbar noch so viele Details unklar, dass die Ermittler und die zuständige Staatsanwältin beschlossen haben, keine Einzelheiten bekannt zu geben.“

Die McDonald’s-Filiale am Stachus – die umsatzstärkste Deutschlands – ist ein beliebter Treffpunkt für die Münchner Partyszene. Die ganze Nacht lang brummt hier das Burger-Geschäft. So war es auch am Samstag. Um 2.40 Uhr jedoch bahnte sich im ersten Stock in der Nähe der Toiletten Ärger an. Dort schäkerte Kaufmann Giacomo A. (41) mit einer jungen Frau, die allerdings zu David M. (24) gehörte.

Und dem passte die Flirt-Attacke überhaupt nicht. Nach Informationen des Münchner Merkur biss der Kaufmann auch noch von einem fremden Burger ab. Das war zuviel. David M. herrschte den 41-Jährigen wütend an. Der fauchte zurück. Schon flogen die Fäuste. Dabei kippte der 41-Jährige rückwärts und schlug nach tz-Informationen im Sturz mit dem Hinterkopf voll auf eine Tischkante auf. Das bestätigten Zeugen. Einer will sogar gesehen habe, dass David M. den am Boden liegenden Mann auch noch trat. Der jedoch rührte sich nicht mehr.

Der Notarzt brachte den bewusstlosen Kaufmann ins Klinikum. Dort erlag der 41-Jährige mittags seinen schweren Verletzungen. Ob diese die Folge eines unglücklichen Sturzes oder doch eher der Schläge waren – dazu gibt es keine Angaben. Der gebürtige Schweizer Giacomo A. lebte seit einigen Jahren in München, zuletzt in Englschalking. Auch der Täter ist ein Münchner mit österreichischen Wurzeln.

Die Polizei sperrte das Lokal für die Spurensicherung. Die wichtigsten Zeugen wurden sofort draußen in Polizeibussen befragt. Am frühen Morgen ging der Betrieb dann wieder weiter.

Jacob Mell, D. Plange

 

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