Togal-Chef: Jetzt hat er endlich seine ewige Ruhe

+
Am Mittwoch um 10 Uhr am Westfriedhof: 40 enge Freunde und Verwandte nehmen ein Jahr nach Günther Schmidts Tod Abschied.

München - Nach einem Jahr Streit um seine Urne, wurde der Togal-Chef Günther J. Schmidt nun endlich am Mittwoch auf dem Westfriedhof beigesetzt.

Requiescat in Pace, zu deutsch: Ruhe in Frieden. Viele der 40 Trauergäste, die am Mittwoch diesen Spruch auf dem Grabstein des Togal-Chefs Günther J. Schmidt († 91) am Westfriedhof lasen, mussten unwillkürlich nicken oder schmunzeln, manch einem entwich ein „Oh ja, den hast du dir verdient.“

Lesen Sie auch:

Bizarrer Streit um Urne: Togal-Boss ein Jahr nicht beigesetzt!

Fast genau ein Jahr hatte es gedauert, bis die Urne des Münchner Unternehmers beigesetzt werden konnte. Die Hinterbliebenen, die auch noch ums Erbe prozessieren, hatten sich so lange nicht auf einen Bestattungsort einigen können. Die anwesenden Anwälte, Schmidts ehemalige Angestellte, sein unehelicher Sohn, seine „Muse“ Sis M. Koch und seine Lebensgefährtin Doris Barbara Perlick – am Mittwoch zogen sie zum ersten Mal wieder gemeinsam an einem Strang. „Wir wollten ihm einen würdevollen Abgang bescheren, und ich glaube, das ist uns gelungen“, sagt Lebensgefährtin Perlick.

Man hatte sich auf nur einen neutralen Redner, den Pfarrer, geeinigt. Dazu erklang Wagner, Schmidts Lieblingsmusik. Nach der Zeremonie ging es weiter zum Franziskaner, dem Stammlokal des Verstorbenen. „Dort haben wir alle viel gelacht, als wir uns an Geschichten aus seinem skurrilen Leben erinnert haben“, erzählt Perlick. „Auch wenn die Erbstreitigkeit noch nicht beigelegt ist – an diesem Tag war eine erste Erleichterung bei jedem spürbar.“

nba.

auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn-Chaos: Auch am Dienstag lief es nicht rund
S-Bahn-Chaos: Auch am Dienstag lief es nicht rund
Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich
Blitzeis-Bilanz: Münchner kratzten, rutschten und verletzten sich

Kommentare