Togal-Werk wird zur Exklusiv-Siedlung

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Mit dem Verkauf des Togal-Werkes sollen Betriebspensionen finanziert werden.

München - Auf diesem Grundstück wurde Pharma-Geschichte geschrieben: Das 5100 Quadratmeter große Togalwerk in Bogenhausen hat den Besitzer gewechselt.

Die Bayerische Hausbau – ein Unternehmen der Schörghuber-Gruppe – will dort 60 exklusive Wohnungen bauen. 1914 hatte Gerhard F. Schmidt das Unternehmen als „Kontor Pharmacia“ gegründet, die das Schmerzmittel Togal vertrieb. 1920 wurde aus dem Handelshaus eine Fabrik, die Schmerztabletten wurden in über 30 Länder exportiert. 1950 zählte die Firma über 100 Mitarbeiter. Günther J. Schmidt, der Sohn des Firmengründers, übernahm 1960 das Werk.

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2008 geriet es in wirtschaftliche Turbulenzen und stellte die Produktion ein, seitdem werden die Togal- und Efasit-Fußpflegeprodukte in anderen Fabriken hergestellt. Schmidt starb 2009 mit 90 Jahren, er hatte eine von ihm gegründete Umweltstiftung als Erbin eingesetzt. Seine kinderlose Ehe war geschieden worden, es gibt einen unehelichen Sohn und zwei Ex-Freundinnen. Der Investor will die denkmalgeschützten Teile erhalten und auch neue Gebäude errichten. Neben den 60 Wohnungen soll Platz für 1500 Quadratmeter Büros entstehen. Der denkmalgeschützte Georgi-Brunnen im Innenhof von 1901 bleibt erhalten. Für Sommer 2011 ist ein städtebaulichen Wettbewerb geplant. Der Baubeginn ist Ende 2012, die Fertigstellung 2014 geplant.

J. Welte

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