Ox Grill, Oma’s Küche und Co.

Der große Test: So schmeckt‘s auf dem Tollwood

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Unser Reporter hat sich durch das Tollwood geschlemmt - was es wo gab, sehen Sie unter den zugehörigen Nummern im Text.

München - Das Tollwood ist auch ein Festival für die Geschmacksnerven. Doch welches Essensstandl hat was zu bieten? Unser Reporter hat für Sie den Test gemacht.

Zum Vergrößern auf das Kästchen rechts oben klicken.

Dieser Termin war appetitlich für den tz-Reporter: Er durfte sich - natürlich nur zu Ihren Diensten, liebe Leser - einmal quer durchs Tollwood-Gelände schlemmen und seine Erfahrungen aufschreiben. Hier zeigen wir Ihnen alle Essensstandl auf der Theresienwiese. Für den Magen, für die Sinne und gegen die Kälte. In dem gelben Kasten rechts sehen Sie außerdem, welcher Stand sich am jeweiligen gelben Punkt des Bildes oben befindet. Flanieren Sie mit!

1. Polnische Küche

In Polen geht’s deftig zu! Auf dem Schwenkgrill wird Fleisch gebraten. Wir entscheiden uns für eine Grillwurst. Die ist nichts für Figurbewusste – und total fettig. Aber: Schmecken tut sie trotzdem. Fett ist schließlich ein Geschmacksträger. Die Wurst ist unglaublich saftig und würzig. Der Preis ist aber auch gesalzen: 5,50 Euro sind eine Hausnummer. Zu empfehlen sind auch die selbst gemachten Piroggen. Die Teigtaschen sind mit Sauerkraut gefüllt (6 Euro). Nach dieser deftigen Reise muss ein polnischer Vodka (4 Euro) hinterher!

2. Allgäuer Holundermanufaktur

Diese Recherche braucht einen Schnaps – weil wir so viel essen dürfen (müssen). Eine große Auswahl bietet die Allgäuer Holundermanufaktur. Wir genehmigen uns was Süßes und mit 16% Braves: einen Holunderlikör, gschmackig und mit zwei Euro sanft zum Geldbeutel. Tipp als Geschenk: Die Flasche kostet 15,90 Euro (0,5 l). Der Standl steht übrigens von Anfang an auf dem Tollwood-Festival. Ein echter Dauerbrenner!

3. Ox Grill

Kurz angebratenes Ochsenfleisch aus dem Chiemgau, mit etwas Tomate und Salat und einer selbst gemachten Senfsoße in einer knusprigen Semmel – wer da nicht sofort zubeißen möchte, ist entweder Vegetarier oder auch nicht mehr zu helfen. Der Geschmack ist echt der Hammer! Das Geheimnis? „Die überragende Fleischqualität!“, sagt Inhaber Martin Ringler. Das Ox-Sandwich hat mit 8,50 Euro allerdings einen stolzen Preis. Für Vegetarier gibt’s die Semmel mit gebratenem Gemüse für sieben Euro.

4. Saloonbar

Hier sind wir Westernhelden! Nicht nur, wenn man sich einen Whiskey (ab acht Euro) genehmigt. Weil’s kalt ist und wir keine Indianer sind (die kennen keine Schmerzen), halten wir uns an einen heißen Himbeer-Mojito (7,50 Euro): heller kubanischer Rum, Limettensaft, Minze, Rohrzucker und Sodawasser mit Himbeeren und heißem Limettenwasser. Eine runde ­Geschmacksexplosion. Schade nur: Die Beeren verstopfen den Strohhalm. Und heißer könnt’s auch sein. Aber kein Grund für ein Duell.

5. Tandoori

Wer’s draußen nicht aushält, der kann etwa in den Food Plaza. Von Tollwood-Anfang an dabei ist das Tandoori von Deepak Virmani (60). Bei ihm gibt’s indische Spezialitäten. Aus großen Kupferkesseln schöpft er verschiedene Currys. Für den gemischten Teller (8,80 Euro) serviert er Cholas (Linsen), ein vegetarisches und ein Hühnchen-Curry. Dazu ein herrliches frisch gemachtes Naan-Brot (1,90 Euro). Die Portion ist zwar etwas klein, schmeckt aber sehr gut.

6. Hot Coconut Bar

Karibik-Gefühle in der Hot Cocunut Bar – mit heißer Kokosmilch. Die wird zusammen mit Kuhmilch und Zucker serviert (2,50 Euro, mit Rum 4,50 Euro). Das Gefäß mit Kokosnuss-Anklängen sorgt allerdings dafür, dass das Getränk schnell kalt wird. Wer’s mit „Schuss“ trinkt: Obacht! Die gschmackige Milch überdeckt den Rum-Geschmack ziemlich. Rauschgefahr droht …

7. Glocknerhaus

Wer’s ohne Schnickschnack liebt, ist hier richtig. Alles schön normal im Glocknerhaus. Der weiße Glühwein ist schön heiß und auch ziemlich stark. Fazit: Für innere Wärme ist ruckzuck gesorgt. Und: Er ist angenehmerweise nicht so süß. Der Preis (3,30 Euro) ist in Ordnung. Passend dazu gibt’s Kaiserschmarrn (6,90 Euro).

8. Mamba Wraps

Dieses Standl hat eine große Auswahl an fleischlosen Wraps. Im Mamba Wrap ­etwa sind Datteln, Rosinen, Gemüse und Couscous. Dazu gibt es eine Minz-Joghurt-Soße. Die Datteln geben dem Ganzen Biss, sodass man das Fleisch gar nicht vermisst, und die Rosinen machen den Wrap saftig. Reinbeißen lohnt sich! Extra Lob: 5,50 Euro sind absolut okay.

9. Rahmfleck

Ein toller Geheimtipp im Rahmfleck & Holzofenbrot: Kartoffellebkuchen! Zum Lebkuchenteig (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Schokostückchen) werden von Inhaber Roland Turbar (41) noch Kartoffeln dazu gepackt. Ein himmlisch lockerer Lebkuchen! Die Kartoffeln machen das Schmankerl saftig, ohne den Nussgeschmack zu überdecken. Günstig gschmackig (2,20 Euro).

10. Oma’s Küche

Traditionelle Nachspeisen in XXL. Die Apfelkücherl werden von Elio (37) frisch aus dem heißen Fett geholt. Eine Portion zum Mitnehmen kostet 5 Euro, auf einem Teller mit Kirschen oder Apfelmus sechs Euro. Weil sie ein bisserl zu teigig sind, reicht eine Portion auch gut für zwei.

Florian Fussek

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