1. tz
  2. München
  3. Stadt

Mit nur 52 Jahren gestorben: Münchner Promi-Szene trauert um Tom Fritsch

Erstellt:

Von: Leoni Billina, Andrea Stinglwagner

Kommentare

Unzertrennliches Duo: Der verstorbene Chef der Hundeboutique „Ludwigs Welt“, Tom Fritsch, und sein Prager Rattler Ludwig.
Unzertrennliches Duo: Der verstorbene Chef der Hundeboutique „Ludwigs Welt“, Tom Fritsch, und sein Prager Rattler Ludwig. © Facebook

Er war eine Institution in München. Hundeboutique-Inhaber Tom Fritsch starb jetzt an einer schweren Krankheit und hinterlässt Gefährten Ludwig.

München – Eigentlich läuft in dem kleinen Laden an der Rumfordstraße in München immer Musik. Am Freitag nicht. „Mir ist nicht danach“, sagt Danis. Er steht in „Ludwigs Welt“, einem Geschäft für alles, was das Hundeherz begehrt. Doch statt von Musik und Gebell ist der Laden erfüllt von Trauer. Inhaber Tom Fritsch ist nach schwerer Krankheit im Alter von 52 Jahren gestorben. Er war eine Institution im Viertel und beliebt bei Münchens Herrchen und Frauchen.

Große Trauer um Tom Fritsch: Hundeboutiquen-Besitzer stirbt an ALS

Bekannt geworden ist Tom auch durch seinen vierbeinigen Gefährten Ludwig – einen Prager Rattler. Der Hund kam als Kofferraumwelpe nach Deutschland und über Umwege zu Tom, der ihn ins Herz schloss und bei sich aufnahm. Ein unzertrennliches Duo – Tom schrieb sogar ein Kinderbuch über seinen kleinen Gefährten.

Jetzt trauert Hund Ludwig um seinen Besitzer. Tom war an ALS erkrankt, einem unheilbaren Nervenleiden. Auf Facebook hatte Tom Fritsch seinen zahlreichen Freunden noch von seiner Krankheit erzählt. Dass er sich nicht mehr alleine anziehen und essen konnte. Er war zu schwach.

Im Internet ist die Bestürzung über den Tod des Hundeboutiquen-Besitzers groß. „Du und Ludwig waren eine Inspiration“, schreibt eine Dame. „Eine wundervolle Seele“, meint eine andere Freundin des Verstorbenen. „Unfassbar traurig“, schreiben viele und können es kaum glauben, dass „so ein feiner Mensch“ nicht mehr ist. „Ein Engel wird dich auf deine letzte Reise begleiten. Du wirst niemals vergessen sein!“

(Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich hier an.)

München: Ludwigs Welt war ein Herzensprojekt von Tom Fritsch

Auch Danis kann noch nicht glauben, dass Tom Fritsch diese Welt verlassen hat. Er ist seit vielen Jahren ein Freund von ihm. Eigentlich lebt der Münchner in Griechenland und wollte nur kurz zu Besuch bleiben. „Aber jetzt bleibe ich natürlich noch und helfe, so gut ich kann“, sagt er und schaut sich im Laden um. „Tom war so ein herzlicher, offener Mensch. Die Leute sind wegen ihm hier in den Laden gekommen.“ „Ludwigs Welt“ – ein Herzensprojekt von Tom, erzählt Danis.

Frederic Meisner hat ein Geschäft für Trachten in der Nachbarschaft von „Ludwigs Welt“. Eine Institution sei Tom gewesen, sagt er. „Und eine charismatische Persönlichkeit“, erinnert sich der ehemalige Glücksrad-Moderator.

Auch Society-Lady und Mops-Liebhaberin Uschi Ackermann ist schockiert, als sie vom Tode Tom Fritschs erfährt. „Ich bin traurig. Das war ein ganz Lieber. Er liebte Menschen und Tiere über alles.“ In diesem Alter sterben und auch noch an dieser schrecklichen Krankheit, das sei furchtbar. Aber sie hat auch einen tröstlichen Spruch für alle, die Tom kannten und liebten: „Wenn die Sonne des Lebens untergeht, bleiben die Sterne der Erinnerung.“

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion