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Heftige Gewitter in Bayern: Stromausfälle und ein Todesopfer

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Von: Tanja Kipke, Thomas Eldersch

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Die Bullenhitze scheint erstmal vorbei zu sein. Dafür steht dem Freistaat diese Woche ein Mix aus Sonne und Gewittern bevor. Es kann sogar zu Tornados kommen.

Update vom 20. Juni, 21.40 Uhr: In einigen Regionen Bayerns haben die Gewitter am Montagabend schwere Schäden hinterlassen. Vor allem im Kreis Freising krachte es ordentlich. Das Unwetter im nordöstlichen Landkreis (Raum Moosburg) sorgte für Stromausfälle und forderte ein Todesopfer. Eine weitere Person wird noch vermisst, wie das Landratsamt bekannt gab.

Update vom 20. Juni, 18.34 Uhr: Die schweren Gewitter, vor denen der DWD gewarnt hatte (siehe vorige Updates), scheinen sich bereits wieder verzogen zu haben. Auf der Seite des Wetterdienst ist nur noch von einer Warnung vor Windböen zu lesen. Diese gilt für große Teile Mittelfrankens, Oberbayern, Oberpfalz, Schwaben und Niederbayern noch bis 19 Uhr. Bis zum Wochenende soll es laut DWD allerdings noch einige Male krachen, was zumindest in den betreffenden Regionen für etwas Abkühlung sorgen wird.

Unwetter in Bayern: DWD gibt höchste Warnstufe heraus

Update vom 20. Juni, 17.03 Uhr: Der DWD hat seine aktuellen Warnungen aktualisiert. Die höchste Warnstufe gilt von 17 Uhr bis 18 Uhr in der Stadt Landshut, sowie im gleichnamigen Landkreis und den Landkreisen Dingolfing-Lindau und Rottal-Inn. Hier muss mit „Orkanböen, extrem heftigen Starkregen und Hagel mit Korngröße 5 cm“ gerechnet werden. „Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern sie Gegenstände im Freien!“, schreibt der Wetterdienst in seiner Warnung.

Update vom 20. Juni, 16.49 Uhr: Auch in München zieht sich der Himmel langsam zu. Der Blick aus dem Fenster zeigt die ersten grauen Wolken. Vor allem der Wind hat schon ordentlich zugelegt. Für den Landkreis München gilt bereits eine amtliche Unwetterwarnung vor „schweren Gewittern“. Wann und ob diese die Stadt erreichen, bleibt abzuwarten.

Am Abend könnte es in München ordentlich gewittern.
Am Abend könnte es in München ordentlich gewittern. © IMAGO / Rolf Poss

Unwetter-Marathon in Bayern: DWD warnt für einigen Regionen mit hoher Warnstufe

Update vom 20. Juni, 16.30 Uhr: Der DWD warnt in einigen Regionen Bayerns mit der roten - also zweithöchsten - Warnstufe. In Oberbayern, vor allem bei Ingolstadt und Landshut, sowie in Schwaben um Augsburg gilt aktuell eine amtliche Unwetterwarnung vor „schweren Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel“. 

Der Wetterdienst warnt vor möglichen Gefahren: „Achten Sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich. Es könne auch zu Erdrutschen kommen. Folgenden Landkreise sind von der Alarmstufe Rot betroffen:

Die Warnkarte des DWD leuchtet für Bayern momentan in drei Farben.
Die Warnkarte des DWD leuchtet für Bayern momentan in drei Farben. © Screenshot Deutscher Wetterdienst

Erstmeldung vom 20. Juni, 9.30 Uhr: München – Die große Hitze scheint vorerst vorüber zu sein. Der Sonntag (19. Juni), und damit auch der letzte Pfingstferientag, geizte nicht mit Topwerten und Rekorden. Laut BR-Wetterexperte Michael Sachweh war Kitzingen gestern mit 37,4 Grad heißeste Ort im Freistaat. So heiß wie noch an keinem anderen Juni-Tag seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren. Die Franken-Metropole Nürnberg stellte einen 100-Jahres-Rekord mit 36,7 Grad auf. Einen neuen Juni-Rekord gab es auch in Kösching bei Ingolstadt mit 35,7 Grad.

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Wetter in Bayern: Hohe Temperaturunterschiede begünstigen Unwetter

Auf die große Hitze folgt jetzt die große Dusche. Bayern steht eine feuchte und turbulente Woche bevor. Schon am Vormittag sind einzelne Gewitter über den Freistaat hinweggezogen. Vor allem in der Mitte und im Südosten Bayerns krachte es teilweise heftiger. Grund war die Subtropikluft, die jetzt nach und nach von der kälteren Meeresluft aus dem Norden vertrieben wird, heißt es beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Diese extremen Luftmassengrenzen, im Norden wurden partiell nur 15 Grad erreicht, sind ein Nährboden für Gewitter und Unwetter.

Eine stürmische Woche steht Bayern bevor. Mehrere Gewitter – wie hier in München – ziehen in Richtung Freistaat.
Eine stürmische Woche steht Bayern bevor. Mehrere Gewitter – wie hier in München – ziehen in Richtung Freistaat. © Henning Pfeifer/dpa

Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung spricht davon, dass die Wetterlage in dieser Woche „gefährlich“ wird. Weiter heißt es in seiner Prognose, dass es in Bayern immer wieder zu Gewittern kommen kann. „Neben Platzregen sind die Bedingungen zur Bildung vorn Tornados gegeben. Da ist viel Energie in der Atmosphäre.“ Er rechnet mit einer spannenden, aber auch gefährlichen Wetterwoche.

Wetter in Bayern: Wechsel zwischen Sonne und Gewittern angekündigt

Heute bleibt es noch warm in Bayern mit Werten um die 29 Grad in München und sogar 31 Grad in Landshut. Im Norden des Freistaats gehen die Temperaturen durch die aufziehenden Gewitter und die Meeresluft weiter nach unten. Schweinfurt und Hof kühlen auf 23 Grad ab. In Würzburg werden es nur 24 Grad (alle Werte von wetteronline.de).

Ab Dienstag macht sich Hoch Frido in Deutschland breit. Mit ihm bleibt es vielerorts tagsüber sonnig und warm – Topwerte reichen aber nur noch an 28 Grad heran – es kann aber immer wieder zu Sommergewittern kommen. Bis zum Wochenende kracht es regelmäßig. Ab dann ist die große Hitzewelle auch erst einmal vorbei. (tel)

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