Altar an der Theresienwiese

Verrückt: So trauert München um tote Kuh "Bavaria"

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Ein liebevoller Altar für die tote Kuh: Die Unbekannten, die dieses Mahnmal an der Wiesn errichtet haben, haben ihr einfach den Namen "Bavaria" gegeben.

München - Das nimmt absurde Formen an: Jemand hat an der Theresienwiese, wo die Polizei am Dienstag eine wildgewordene Kuh erschossen hat, einen "Altar" errichtet. "Hier starb die Kuh Bavaria" ist auf einem Zettel zu lesen.

Wie ernst diese Zeilen gemeint sind, das liegt im Auge des Betrachters. Hier klicken zum Vergrößern.

Zwischen Kopfschütteln und ehrlichem Mitleid dürften alle Reaktionen dabei sein auf dieses außergewöhnliche Mahnmal: Wie so oft, wenn es irgendwo einen Todesfall gibt, haben Unbekannte Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt. Auch ein Stofftier gehört zu dem Trauer-Altar. Ungewöhnlich hier an der Theresienwiese in München, unweit der Bavaria, ist nur: Bei dem Opfer handelt es sich um ein Tier, eine Kuh. Das Rindvieh ist am Dienstag vor dem Schlachthof geflohen und hat sich in Richtung Theresienwiese geflüchtet. Nach einem Amoklauf rund um den Bavariaring, bei dem auch eine Joggerin schwer verletzt wurde, hat die Polizei nach eigenen Angaben keinen anderen Ausweg gesehen, als die Kuh zu erschießen. Dass das Diskussionen unter Tierfreunden hervorrufen wird - auch bei unseren Usern - lag auf der Hand. Auch bei Twitter geht es auch rund.

Dass nun aber sogar ein Mahnmal errichtet wird, war weniger zu erwarten. Sogar einen Namen hat die Kuh bekommen: Bavaria. Immerhin ist sie hier gestorben - und nicht im Schlachthof.

kg

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