Konstantin V.

Tote vom Feringasee: Mord-Verdächtiger kollabiert im Knast

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Ist Konstantin V. (li.) der Mörder von Beatrice F.?

Jung-Manager Konstantin V., der verdächtigt wird, Beatrice F. am Feringasee ermordet zu haben, ist im Knast kollabiert.

Als sich die Zellentüren hinter ihm schlossen, als er allein war mit seinen Gedanken und Erinnerungen, kam der nervliche Zusammenbruch: Der unter Mordverdacht in U-Haft sitzende Jung-Manager Konstantin V. (32) wurde nach seiner Einlieferung in der JVA Stadelheim auf die Krankenstation verlegt und muss nun ärztlich betreut werden.

Der 32-Jährige steht unter dringendem Tatverdacht, seine Lebensgefährtin Beatrice F. (35) erdrosselt und ihre Leiche auf einem Parkplatz nahe dem Feringasee (Kreis München) verbrannt zu haben. Als Motiv gelten Eifersucht und Verlustangst. Das Paar hatte zuletzt offenbar Beziehungsprobleme. Von der Projektleiterin, die für einen Auto-Zuliefer-Konzern arbeitete, fehlte seit dem Abend des 8. September jedes Lebenszeichen. Tatort war nach Überzeugung der Mordkommission das Haus des Paares in Bogenhausen. Dort soll Konstantin V. seine Freundin erdrosselt haben. Möglicherweise lag die Leiche dort noch eine Weile, bevor sie zum See gefahren, mit Brennstoff übergossen und verbrannt wurde. Damit wollte der Täter nach Einschätzung der Ermittler vermutlich Spuren vernichten.

Tote vom Feringasee: Konstantin V. meldete seine Freundin vermisst

Konstantin V. meldete seine Freundin am Montag als vermisst. Bei der Vernehmung am Mittwoch verwickelte er sich in Widersprüche. Nachmittags wurde er offiziell festgenommen, die Nacht bis zur Vorführung beim Haftrichter verbrachte er im Polizeipräsidium. Da wirkte er noch ganz gefasst. In Stadelheim jedoch muss ihm die Tragweite der Vorwürfe mit voller Wucht bewusst geworden sein. Er weint viel und ist am Boden zerstört, wird rund um die Uhr bewacht, um eine Kurzschlusstat zu verhindern. Mittlerweile hat er einen Rechtsanwalt an seiner Seite: Tom Heindl hat den Fall übernommen – er wird den mutmaßlichen Mörder vor Gericht verteidigen. „Ich vertrete den Beschuldigten“, bestätigt der renommierte Strafverteidiger am Freitag gegenüber der tz. Zu den Vorwürfen schweigt Konstantin V. bislang. „Mein Mandant wird sich vorerst nicht äußern“, sagt Heindl. Er will nun vollständige Akteneinsicht erhalten, um alle wichtigen Fragen zu der Tat klären zu können.

Andreas Thieme, Dorita Plange

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