Toter im Maredo-Biergarten gefunden

München - Am späten Dienstagabend ist ein toter Mann in der Nähe des Viktualienmarkts gefunden worden. Er starb an einer Stichverletzung, die er sich vermutlich selbst zufügte.

Es war kein Verbrechen– auch wenn zunächst alles dafür sprach. Der Münchner Rentner (70), der am Dienstag mit einem tödlichen Bauchstich auf der Terrasse des Maredo-Steakhauses am Rindermarkt gefunden wurde, hat Selbstmord begangen. Er benutzte dazu ein neues Messer, das er sich nebenan im Haushaltswarengeschäft Kustermann gekauft hatte. Der Hintergrund dieser bedrückenden Tragödie liegt weitgehend im Dunkeln. In der Wohnung des Mannes in Harlaching wurde offenbar auch kein Abschiedsbrief gefunden. Auffällig: Der Strom war abgestellt. Motiv Altersarmut?

Um 19.30 Uhr – so steht es auf dem Kassenbon, der bei dem Toten gefunden wurde – kaufte der 70-Jährige zwei Messer. Was er in den nächsten 70 Minuten tat, weiß niemand. Die Mordkommission erhofft sich Hinweise, veröffentlichte allerdings kein Foto des Toten und keine Beschreibung seiner Kleidung.

Um 20.40 Uhr ging ein Maredo-Kellner zum Rauchen auf die leere Terrasse in der Passage zwischen Rinder- und Viktualienmarkt. Am rechten Rand fand er den Sterbenden. Zu viert versuchte die Maredo-Crew, den stark nach Alkohol riechenden Mann zu retten – ohne Erfolg. Auch der Notarzt konnte nicht mehr helfen. Der Rentner hatte sich das Messer tief in den eigenen Bauch gestoßen – das ergab die Obduktion.

Dorita Plange

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