Tourismusrekord

München boomt! Die Araber kommen!

München - Es geht immer noch aufwärts: München erzielt einen neuen Tourismusrekord – im zwölften Jahr in Folge! 2014 gab es 13,4 Millionen Übernachtungen in den Münchner Hotels und Pensionen.

Das entspricht einem Anstieg um 4,3 Prozent. Die Zahl der Touristen und Geschäftsreisenden stieg um 4,6 Prozent auf 6,6 Millionen. Im Schnitt bleiben die Besucher also zwei Tage in der Stadt. Die größten Zuwächse gab es einmal mehr aus dem Nahen und Fernen Osten – von der arabischen Halbinsel, China und Südkorea.

Wie das geht, von Rekord zu Rekord? Jetzt werden in München die letzten Lücken im Touristenkalender gefüllt. Im Sommer und zur Wiesn ist mit bis zu 1,4 Millionen Übernachtungen immer Trubel, aber der November gehörte bislang zu den schwächeren Monaten. Jetzt nicht mehr: Erstmals gab es 2014 in einem November auch mehr als eine Million Übernachtungen. Das Gleiche gilt für den Dezember: Hier war der Zuwachs um elf Prozent auf 1,1 Millionen besonders kräftig. Das Tourismusamt sieht einen ersten Erfolg der neuen Strategie – nämlich belegungsschwächere Zeiten auszugleichen. So wirbt die Stadt bundesweit mit dem „Kulturherbst“ unter dem Stichwort „Genusskultur und Kulturgenuss“.

Bei den Herkunftsländern der Besucher bleibt fast alles beim Alten: Die meisten Touristen kommen aus Deutschland, den USA und den arabischen Golfstaaten – Scheich & Co. zieht es einmal mehr viel stärker als im Vorjahr an die Isar – plus 16,6 Prozent. Die Araber bleiben mit im Schnitt dreieinhalb Tagen auch besonders lang in München.

Weiter rückläufig sind die Zahlen aus Russland. Der schwache Rubel und die politischen Spannungen sorgen für den stärksten Rückgang von fast zehn Prozent.

Die Münchner Tourismus-Top 20
Herkunftsland Übernachtungen Trend
Deutschland 6 797 110 +3,5%
USA 748 696 +5,3%
Arabische Golfstaaten 613 103 +16,6%
Italien 516 230 +2,8%
Großbritannien 508 370 +4,4%
Russland 472 850 –9,9%
Schweiz 419 527 +9,5%
Österreich 354 967 +4,8%
Spanien 246 646 +7,7%
China 241 156 +16,4%
Frankreich 196 685 +3,2%
Japan 181 071 –6,3%
Niederlande 143 720 –2,4%
Australien 134 774 +6,5%
Brasilien 126 488 +13,5%
Kanada 119 431 +18,9%
Südkorea 94 937 +23,4%
Indien 73 670 –11,4%
Polen 68 316 +12,4%
Schweden 64 859 –2,8%

dac

Rubriklistenbild: © Jantz Sigi

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