Unerträglicher Lärm quält Paar

Hilfe, die Tram rumpelt durch unser Haus!

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Andreas Pixis und seine Frau Kornelia Székessy müssen mit dem Krach leben, die die vor ihrem Haus fahrende Tram verursacht

München - Immer wenn die Trambahn auf der Agnes-Bernauer-Straße am Haus von Andreas Pixis und seiner Frau Kornelia Székessy vorbeidonnert, vibrieren die Wände - trotz einer Schienen-Sanierung.

Es rumpelt, kracht und scheppert – alle fünf Minuten. Immer wenn die Trambahn auf der Agnes-Bernauer-Straße am Haus von Andreas Pixis und seiner Frau Kornelia Székessy vorbeidonnert, vibrieren die über 100 Jahre alten Wände – trotz einer Schienen-Sanierung, die die Tram leiser machen sollte. Doch das Paar klagt, dass das Gegenteil geschehen sei.

„Wenn man sich bei offenem Fenster unterhält, muss man kurz unterbrechen“, so Székessy zu Hallo München. Mit der Tram leben die Bewohner des Pixis-Hauses schon seit Generationen. Seit 1908 steht das Gebäude, fast ebenso lang rumpeln knapp fünf Meter entfernt die Züge vorbei. Vor rund zehn Jahren aber sanierten die Stadtwerke die Gleise. Ruhiger sollte es dadurch werden und weniger Erschütterungen geben – so die Hoffnung des Ehepaars. Doch das Gegenteil sei der Fall gewesen. „Die Sanierung hat nichts gebracht“, sagt Székessy, die im Erdgeschoss eine Buchbinderwerkstatt betreibt. Das Ehepaar vermutet, dass bei der Sanierung etwas schiefgelaufen ist. Denn den Gummi, der damals zur Dämmung mit den Schienen verbaut worden ist, hätte es regelrecht herausgefetzt. „Teilweise konnte man den Gummi schon mit der Hand herausziehen“, sagt Pixis.

Neue Hoffnung schöpfte das Paar, als die Bagger vergangenes Jahr erneut auf der Agnes-Bernauer-Straße anrückten. Doch vor dem Pixis-Haus passierte nichts! „Für mich ist es unverständlich, warum ausgerechnet hier nicht saniert worden ist“, so Pixis. Die Lösung für das Paar: „Ein Flüstergleis, das seinem Namen auch gerecht wird – und ein Tempolimit für die Straßenbahnen.“

Auch der Bezirksausschuss (BA) kennt die Problematik. „Es sind immer wieder Bürger auf mich zugekommen, die sich über die Lärmbelästigung durch die Trambahn beschwert haben“, so Martha Mertens von der SPD. Sie selbst habe sich ein Bild vor Ort gemacht und einen Antrag im BA eingebracht, in dem die Stadtwerke aufgefordert werden, zu prüfen, wie die Lärmbelastung reduziert werden kann.

Dort nimmt man die Probleme der Anwohner ernst. Zwar seien die Schienen in „ordnungsgemäßem Zustand“. Aber: „Wir nehmen den Antrag des Bezirksausschusses zum Anlass, um den Gleiszustand kurzfristig nochmals zu überprüfen“, so ein Sprecher der Stadtwerke.

Tobias Gehre

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