Pendler im Baustellen-Stress

Tram, U1 und A95: Hier brauchen Sie starke Nerven

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Autofahrer, U-Bahn-Passagiere und Tramnutzer brauchen in den nächsten Wochen starke Nerven.

München - Autofahrer, U-Bahn-Passagiere und Tramnutzer brauchen in den nächsten Wochen starke Nerven. Was auf der A 95, der Linie U1 und drei Trambahnstrecken demnächst auf Sie zukommt.

Wer nicht unbedingt dort fahren muss, sollte die A 95 in Richtung Garmisch meiden. Auf der rund 50 Jahre alten Autobahn sind zahlreiche Brücken in einem derart miserablen Zustand, dass sie neu gebaut werden müssen. Bis Herbst 2015 muss sich der Verkehr an vielen Baustellen vorbeischlängeln. Ende April geht es los. Staus sind ­unvermeidlich.

Schwierig wird die Situation zwischen Starnberg und München, wo sich rund 60 000 Pendler über gelb markierete Spuren zwängen müssen. Allein auf diesem Streckenabschnitt werden fünf Brücken neu gebaut. Warum keine Sanierung? „Eine Instandsetzung ist nicht wirtschaftlich“, sagt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern. Hauptproblem: In den 60er-Jahren wurde Stahl im Beton verbaut, der jetzt zu reißen droht. Während der Bauzeit gibt es eine Spur, die in wechselnder Richtung genutzt werden kann. In der Morgenspitze stehen drei Spuren in Richtung München zur Verfügung, am Abend dann nach Süden. „Das kostet viel Geld“, so Seebacher. Aber: „Das ist es uns wert, weil man damit den Stau reduzieren kann.“

Das Anschlusstück nach Starnberg (A 952) ist bereits auf eine Spur pro Richtung verengt. Seebacher: „Wenn in den Spitzenzeiten 100 Leute mehr mit der Bahn fahren würden, gäbe es dort keinen Stau mehr.“

Weitere Brücken-Baustellen sind bei Wolfratshausen, Murnau und Ohlstadt.

U1: Bitte umsteigen!

Weil am Kolumbusplatz eine neue Weiche eingebaut werden muss, kommt es in den Oster­ferien zu erheblichen Behinderungen auf den U-Bahnlinien U1 und U2. Das bedeutet: Fahrgäste müssen öfter umsteigen und länger warten. Die U1 wird von Sonntag, 13. April, ab 22 Uhr bis 26. April in zwei Äste geteilt. Der Nordast fährt zwischen Olympia-Einkaufszentrum, Kolumbusplatz und Giesing. Abgetrennt ist der Südast zum Mangfallplatz. Wer weiter will, muss übers Zwischengeschoss den Bahnsteig wechseln.
Die U2 ist nach 22 Uhr sowie im Wochenend-Frühverkehr von den Bauarbeiten betroffen. In diesen Zeiten kommt es auf beiden Linien zu Reisezeit­verlängerungen von bis zu 20 Minuten. Zwei Alternativen: Tram 17 und Bus 58 verkehren während der Bauzeit in dichteren Folgen.

Einschränkungen auf drei Tramlinien

Wegen Gleis- und Straßenbauarbeiten kommt es in den nächsten Wochen zu Einschränkungen auf den Tramlinien 12, 18 und 28. Von 14. bis 27. April wendet die Tramlinie 18 vom Gondrellplatz kommend am Sendlinger Tor. Zwischen Sendlinger Tor und Isartor können Fahrgäste die Tramlinie 16 nutzen. Zwischen Isartor und Effnerplatz fahren Ersatzbusse. Tram 12 und 28: Vom 22. bis 26. April enden die Linien am Kurfürstenplatz statt am Scheidplatz. Stadteinwärts fahren die Züge der Linie 12 ab Kurfürstenplatz als Linie 28 zum Sendlinger Tor weiter und wenden dort wie gewohnt.
Stadtauswärts werden die Züge der Linie 28 am Kurfürstenplatz dann zur Linie 12 in Richtung Romanplatz.

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Ebu

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