Nadelöhr soll entschärft werden 

Trambahn-Baustelle am Hauptbahnhof:  Verkehrsknoten im Werden

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Sie können’s auch kreuzweise: Arbeiter verlegen an der Ecke Arnulfstraße und Bahnhofplatz Gleise und Weichen für die Trambahn. 

Die Tram-Bahn-Baustelle am Hauptbahnhof schreitet zügig voran. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) arbeitet seit April an einem neuen Gleisnetz. Unter anderem wird die zweigleisige Haltestelle auf dem Bahnhofplatz um ein drittes Gleis erweitert.

Außerdem entsteht eine Gleisverbindung von der Arnulfstraße in die Prielmayerstraße, damit die vom Romanplatz kommenden Züge den Stachus auch über die Prielmayerstraße erreichen können. Dabei werden circa 3100 Meter Schienen, 14 Weichen und elf Gleiskreuzungen erneuert. Zusätzlich erhält die Linie 20 am Bahnhofplatz eine eigene Haltestelle.

MVG-Sprecher Matthias Korte sagte unserer Zeitung: „Wir machen das Tramnetz fit für die Weiterentwicklung des ÖPNV. Wir wollen die Takte der Tram verdichten und größere Fahrzeuge einsetzen.“ Dazu müsse die an die Kapazitätsgrenze gelangte Infrastruktur vor allem in der Innenstadt ertüchtigt werden. Der Umbau der Gleisanlagen am zentralen Knotenpunkt sei ein wichtiger Schritt. Durch die Erweiterug für die Linien 16 und 17 über die Prielmayerstraße werde die Tram flexibler und resistenter gegen Störungen. Mit dem dritten Gleis werde das Nadelöhr entschärft. „Der Trambetrieb wird künftig flüssiger und damit pünktlicher ablaufen, zudem mit längeren Zügen.“

Von Ende November bis März 2021 ist Baupause. Dann fahren alle Linien wie gewohnt. Von März bis Juni 2021 wird das Projekt weitergeführt und abgeschlossen. Korte: „Wir bauen dann das dritte Gleis mit der neuen Haltestelle für die Linie 20 zu Ende.“  

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