Die gute Seele ist von uns gegangen

Trauer um Brigitte Maibohm († 69): Sie hielt die Olympia-Erinnerung hoch

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Brigitte Maibohm vor einem Foto des Olympia­stadions.

München - Wir sehen eine lächelnde Dame, strahlende Augen – und im Hintergrund das Olympiastadion ’72. So werden wir sie in Erinnerung behalten: Brigitte Maibohm, die am Samstag im Alter von 69 Jahren einem schweren Krebsleiden erlegen ist.

Brigitte Maibohm, die rund um die Olympischen Sommerspiele in München für den Kartenverkauf zuständig war – seitdem war sie die Mutter der Kompanie für die Mitarbeiter von damals. Olympiapark-Chef Arno Hartung (65) sagt: „Brigitte Maibohm hat das Andenken an die Spiele von 1972 hochgehalten. Sie war die Schaltstelle für die damaligen Kollegen, hat zum Beispiel Jubiläumstreffen organisiert. Im Namen des Olymia­parks möchte ich mein Beileid ausdrücken.“

In der Öffentlichkeit trat Brigitte Maibohm kaum in Erscheinung – aber sie war mit den ganz Großen auf Du und Du. Als sie den legendären BR-Sportreporter Ludwig Maibohm († 83) heiratete, hießen die legendären Trauzeugen Max Schmeling († 89) und Sepp Herberger († 80): der ehemalige Boxweltmeister und der Fußball-Bundestrainer, der Deutschland zum Wunder von Bern 1954 geführt hatte.

Schon allein durch ihren Wohnort blieb Brigitte Maibohm dem Sport immer verbunden: Aus ihrem Schlafzimmerfenster schaute sie auf den Olympiapark. Die Wohnung wie die ganze Frau: hell, klar und säuberlichst aufgeräumt.

Über den Sport hinaus war Brigitte Maibohm gut vernetzt in der Münchner Gesellschaft. Noch von damals, Ende der 70er und Anfang der 80er, als sie für Käfer das Wiesn-Büro leitete. Der heutige Unternehmens-Chef Michael Käfer (57) sagt: „Sie war eine gute Seele…“

Am Donnerstag tritt diese gute Seele ihren letzten Weg an. Die Trauerfeier findet um zehn Uhr im Krematorium des Ostfriedhofs statt.

Uli Heichele

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