Wir trauern um Alfred Backs

Alfred Backs ist im Alter von 60 Jahren verstorben

In der Nacht zum 20. Oktober verstarb kurz vor Vollendung des 61. Lebensjahres in seinem Haus in Bad Wiessee Alfred Backs.

Der langjährige Hauptgeschäftsführer der Zeitungsgruppe Münchner Merkur/tz erlag einer Herzattacke. Im Pressehaus an der Bayerstraße in München und in allen Betrieben der Zeitungsgruppe herrschte lähmendes Entsetzen, als in der Früh bekannt wurde, dass der immer energiegeladene und hochgeachtete Chef des Hauses aus einem Leben in voller Aktivität so plötzlich abberufen wurde. Backs, gelernter Schriftsetzer, kam aus Nordwestdeutschland vor 30 Jahren nach München zur Firma Compusatz. Bei diesem Unternehmen, das später zum Süddeutschen Verlag gehörte, wirkte er viele Jahre erfolgreich als technischer Geschäftsführer. 1992 holte ihn Verleger Dirk Ippen zum Münchener Zeitungsverlag, zunächst als technischen Geschäftsführer, seit 2000 als Hauptgeschäftsführer für die gesamte Firmengruppe.

Unter seiner souveränen Führung konnten die Zeitungen der Gruppe ihre Position bei Lesern und Anzeigenkunden kräftig ausbauen. Gleichzeitig wurde die Entwicklung zum multimedialen Unternehmen schwungvoll auf den Weg gebracht. Die weitsichtige Strategie von Backs bewährte sich vor allem in den vergangenen Jahren. In einer für die Branche allgemein nicht ganz einfachen Phase gelang es ihm, die wirtschaftliche Grundlage der Gruppe so zu stärken, dass die Mitarbeiter – anders als in manchen anderen Verlagen – keine Sorgen um ihren Arbeitsplatz haben mussten.

Backs war kein allseits bequemer, beliebiger Chef, dafür aber eine Persönlichkeit, auf deren Wort und Aufrichtigkeit man sich unbedingt verlassen konnte. Eigene Interessen stellte er zurück, eitle Selbstdarstellung war ihm fremd. Wir trauern mit seiner Frau Marion und seinen Töchtern Stefanie und Kristina um Alfred Backs, dem wir in großer Dankbarkeit verbunden bleiben. Noch vor einer Woche hatte Backs eine beschwingte, glänzende Rede vor mehr als dreihundert Mitarbeitern gehalten, die erschienen waren, um dem Verleger zum 70. Geburtstag zu gratulieren. So nahe liegen Freud und Leid beieinander.

Verlag und Redaktion

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