Abfuhr für Verein „Komische Pinakothek“

Aus der Traum vom gläsernen Isartor

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Der Verein wollte im Innenhof des Isartors ein Glasdach errichten und darin komische Kunst ausstellen.

München - Abfuhr für die „Komische Pinakothek“ im Isartor! Der Verein wollte im Innenhof gläserne Räume errichten. Jetzt wurden die Pläne abgeschmettert.

Das Landesamt für Denkmalpflege hat von dieser Vision abgeraten - und auch das Kulturreferat erteilte eine Abfuhr! „Das ist sehr schade“, so Vorstandsmitglied Renate Öfner zu Hallo München.

Auf 450 Quadratmetern sollte im überglasten Innenhof des Isartors ein Humor-Museum eingerichtet werden. Seit rund drei Jahren sucht der Verein geeignete Räume für die komische Kunst - dort wollen die Mitglieder Zeichnungen, Objekte, Comics und Installationen ausstellen. „Ein einzigartiges Konzept“, erklärten die Befürworter bei der Vorstellung der Pläne einer „Komischen Pinakothek“ im       Isartor im Juni. Auch Sabine Rinberger, die Direktorin des Valentin-Karlstadt-Musäums, ist angetan von der Vorstellung, das Isartor zu einer solchen Pinakothek umzugestalten: „Valentin und Loriot - der größte bayerische und der größte preußische Humorist unter einem Dach“, schwärmte sie etwa bei einer Pressekonferenz im Juni.

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Doch aus den Plänen wird nichts. Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers erteilte die endgültige Absage. Das Isartor sei als Standort problematisch. Die vom Verein angedachte Glaskonstruktion sei nicht geeignet, dort besonders lichtempfindliche Ausstellungsgegenstände zu präsentieren. Auch das Landesamt für Denkmalpflege hat entschieden: Eine solche Baumaßnahme im Isartor komme nicht infrage, da das Isartor als Einzeldenkmal in der Denkmalliste enthalten ist. Das Amt habe dringend gebeten, die Idee für einen Umbau keinesfalls weiter zu verfolgen. Küppers: „Damit dürfte dieser Standort endgültig ausgeschieden sein.“

Einen geeigneten Ort zu finden, wird wohl schwierig sein. Doch Küppers verspricht: „Die Verwaltung wird den Verein dabei weiterhin nach Kräften unterstützen.“ Auch die Mitglieder des Vereins lassen sich nicht entmutigen und verfolgen weiterhin ihr Ziel: „Wir stehen schon in Verhandlungen wegen Räumlichkeiten in der Innenstadt.“ Genaueres könne noch nicht verraten werden.

tz

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