Sozialreferat entscheidet, wer in das neue Wohnhaus in der Müllerstraße zieht

Traumwohnungen für die Stadtangestellten

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Eine Bombenlücke aus dem Zweiten Weltkrieg: Dieses städtische Grundstück in der Müllerstraße wird bald mit einem begehrten Wohngebäude bebaut.

Auch wenn es im Moment nicht besonders ansehnlich ist, dieses städtische Grundstück an der Müllerstraße gehört zu den begehrtesten Filetstücken Münchens.

Auf einer Bombenlücke aus dem Zweiten Weltkrieg parken derzeit Autos, Graffiti an den Mauern geben dem ganzen einen schmuddeligen Charme. Doch dieses Grundstück liegt mitten im angesagten Gärtnerplatzviertel, zum Viktualienmarkt sind es nur ein paar Meter. Hier baut die Stadt demnächst ein neues Wohnhaus. Doch wer hier einziehen will, muss entweder arm genug für den geförderten Wohnungsbau sein – oder Angestellter bei der Stadt!Gestern beschloss der Kommunalausschuss des Stadtrates, die alte Bombenlücke an der Müllerstraße neu zu bebauen. der städtebauliche Schandfleck soll verschwinden. Bislang hatte der ungünstige Zuschnitt des Grundstücks eine neue Bebauung verhindert. Doch auch das angrenzende Grundstück in der Blumenstraße gehört der Stadt, hier stehen mehrere Schuppen. Die sollen nun abgerissen und zum Grundstück in der Müllerstraße zugeschlagen werden. Somit entsteht Platz für ein neues Haus mit 18 Mietwohnungen und Geschäften im Erdgeschoss sowie einer Tiefgarage. Noch im Herbst soll mit dem Abbruch der alten Schuppen begonnen werden. Der 4,58 Millionen Euro teure Neubau soll im kommenden Frühjahr in Angriff genommen werden. Ende 2010 soll das neue Haus stehen.

Acht Wohnungen sollen als geförderte Wohnungen an gering verdienende Haushalte vergeben werden. Ein Paar dürfte etwa nur 18 000 Euro verdienen, um sich für eine dieser Wohnungen bewerben zu können. Hier wurden neun Euro Miete pro Quadratmeter festgesetzt. Bei vier weiteren Wohnungen darf diese Grenze um 30 Prozent überschritten werden. Hier beträgt die Miete 11,81 Euro. So viel wird auch in den restlichen Wohnungen verlangt, für die es keine Einkommensgrenzen gibt – darunter zwei „Stadthäuser“ im Innenhof und eine Fünf-Zimmer-Maisonettewohnung.

Wer nun in die begehrenswerten Wohnungen einzieht? Grundsätzlich entscheidet das Sozialreferat über die Vergabe. Der Kommunalausschuss geht seltsamerweise davon aus, dass es nicht genügend Interessenten für die geförderten Wohnung geben könnte. Die Wohnungen werden „dann frei an städtische Dienstkräfte“ vergeben…

Johannes Welte

Quelle: tz

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