40 Prozent mehr Unfälle mit Kindern

Traurige Statistik der Münchner Polizei zeigt: Der Schulweg wird immer gefährlicher

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An der Kreuzung Schleißheimer-/Moosacher ­Straße, überfuhr ein Lkw im ­vergangenen Mai die kleine Loreeley

Für viele Kinder wird in München der Weg zur Schule immer gefährlicher. Eine Statistik der Polizei zeigt die steigende Zahl der Unfälle. 

München - Das Schicksal der kleinen Loreeley hat ganz München gerührt: Die neunjährige Schülerin war am 7. Mai vergangenen Jahres bei einem Unfall gestorben. An der Kreuzung Schleißheimer-/Moosacher Straße (Milbertshofen) hatte ein Lastwagenfahrer beim Rechtsabbiegen die Schülerin auf ihrem Radl übersehen. Erst am vergangenen Freitag hatte ihre Mama in der tz erzählt, wie sie immer noch versucht, diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten.

In der Statistik der Polizei ist Loreeleys Schicksal eine traurige Zahl: Erstmals seit zehn Jahren ist in München wieder ein Kind auf dem Weg in die Schule zu Tode gekommen. Der Stadtrat befasst sich am Dienstag mit der Unfallstatistik. Und nach dieser Statistik wird der Schulweg in München immer gefährlicher: So stieg die Zahl der Schulwegunfälle im Jahr 2018 um 40 Prozent. Von den 123 Unfallopfern waren die meisten zwölf Jahre alt (28), 14 Jahre alt waren 21 Unfallbeteiligte, 20 waren elf oder 13, zwei Kinder waren sechs und jünger.

Polizeisprecher Sven Müller kommentierte die Steigerung: Sie sei „auch dadurch begründet, dass die Stadt immer weiter wächst und immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen“.

ska

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