Trickbetrüger geben sich als Familienmitglieder aus

München - Trickbetrüger haben sich am Telefon als Ehemann und Bruder einer 42-jährigen Frau ausgegeben und so mehrere tausen Euro ergaunert. Wie sie die Frau hinters Licht führten.

Am Freitag erhielt eine 42-jährige, gebürtige Ukrainerin in ihrer Wohnung in Schwabing einen Anruf eines Mannes. Wie die Polizei mitteilte, behauptete der Mann in russischer Sprache der Ehemann der Angerufenen zu sein, was aufgrund der Stimmlage der Frau möglich schien. Der Anrufer gab an, dass er einen Unfall gehabt und dabei einen Fußgänger überfahren hätte. Er benötige sofort Bargeld, damit der Geschädigte seine Anzeige zurückziehen würde.

Ein weiterer russisch sprechender Mann führte das Gespräch fort. Er sagte, er wäre der Bruder der 42- Jährigen und bräuchte 8000 Euro. Im weiteren Verlauf des Telefonats wurde die 42-Jährige laut Polizei so unter Druck gesetzt, dass sie sich schließlich zu einer Bargeldzahlung bereit erklärte.

Nur zehn Minuten später klingelte ein bislang unbekannter Mann an der Wohnungstür der 42-Jährigen und teilte in gebrochener englischer Sprache mit, er sei damit beauftragt, das Bargeld abzuholen. Die 42-Jährige händigte einen vierstelligen Geldbetrag aus. Als die Frau später ihren Ehemann anrief, flog der Schwindel auf.

Täterbeschreibung

Der Mann, der das Bargeld bei der 42-Jährigen abholte, war eta 25 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schlank, osteuropäischer Typ. Bekleidet war er mit blauer Jeans und einem schwarzen Pullover mit hellblauen Streifen.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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