Trickdiebe ergaunern 140.000 Euro!

München - Drei hochgradig gefährliche Trickdiebe haben fünf Münchner Seniorinnen um insgesamt 140 000 Euro gebracht – in nur vier Tagen! Die Dunkelziffer dürfte vermutlich noch höher sein.

 Die Dunkelziffer dürfte vermutlich noch höher sein, da manche Senioren oft aus Scham schweigen oder sich nicht mehr so recht erinnern können. Die unheilvolle Serie begann am 10. Mai im Olympiadorf bei einer 81-Jährigen. Es meldete sich telefonisch eine Frau, die die Seniorin für eine gute Bekannte hielt. Sie brauche dringend 70 000 Euro, sagte sie. Da wollte die alte Dame gern helfen und übergab kurz darauf einem fremden Geldboten eine sehr hohe Geldsumme.

Nach dem selben Muster wurde am gleichen Tag auch eine 85-Jährige in der Fasanerie betrogen. Auch sie gab einem Fremden mehrere Tausend Euro. Die beiden Männern waren ca. 20 bzw. etwa 45 Jahre alt. Der Ältere ist korpulent, der Jüngere nur etwa 1,55 Meter groß. Er trug einen Anzug. Möglicherweise die gleichen Männern traten am Montag und Dienstag bei älteren Damen in Ramersdorf, in der Au und in Neuperlach als selbsternannte „Wasserkontrolleure“ auf. Es sei Blei ins Trinkwasser geraten, behaupteten sie.

In allen drei Fällen wurden die betagten Bewohnerinnen in ihren Badezimmern und Küchen solange beschäftigt, bis der heimlich eingelassene Komplize die Wohnung durchsucht und Geld und Schmuck gefunden hatte. Die Polizei warnt Senioren dringend davor, Fremde ohne Rückfrage bei offiziellen Stellen in die Wohnung zu lassen.

DOP

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