Opfer leidet heute noch an den Folgen

Trio verprügelt Autohändler - Urteil

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Schläger-Truppe vor Gericht: Kader K. (v.l.) hielt Fuad A. (r.) fest, Ali S. gab den Auftrag und Abdullah P. schlug mit einem Stock auf ihn ein.

München - Vor über zwei Jahren wurde Fuad A. von einem irakischen Trio mit einem Teleskopschlagstock übel zugerichtet. Jetzt wurden die brutalen Schläger verurteilt.

Das Opfer des brutalen Trios, Fuad D.

Über zwei Jahre ist der Vorfall nun schon her, von dem sich Fuad A. sowohl körperlich als auch seelisch noch nicht erholt hat. „Ich habe Albträume, muss jeden Tag Medikamente gegen meine Kopfschmerzen nehmen“, sagt er als Zeuge vor Gericht. Auf der Anklagebank sitzen seine drei Peiniger. Mit einem Teleskopschlagstock haben ihn Autohändler Ali S. und seine beiden Komplizen übel zugerichtet. Angeblich, um Schulden einzutreiben. Das irakische Trio wurde vom Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu Bewährungsstrafen verurteilt.

„Es ist Zeit, dass du dich entschuldigst“, soll Ali S. zu seinem Opfer gesagt haben. Noch ehe sich Fuad A. rechtfertigen konnte, hielt ihn Kader K. fest und Abdullah P., der Dritte im Bunde, prügelte mit einem Schlagstock mit voller Wucht auf seinen Schädel ein. Der 32-jährige Autohändler hatte keine Chance, als er von seinem Kollegen und dessen Gefolge auf dem Firmengelände zwischen den Autos niedergeprügelt wurde. Tatmotiv? „Es ging um Geld“, sagt Ali S., der es seinen beiden Helfern gleichtat und die Vorwürfe nach einem Gespräch mit seinen Anwälten vollumfänglich einräumte. Angeblich soll er sein späteres Opfer im Jahr 2007 mit dem Kauf eines Autos beauftragt haben. 15.000 Euro soll er ihm dafür gegeben haben. Es passierte nichts. Woraufhin er den Betrag mit brachialer Gewalt einforderte.

„Es ging nicht um Geld“, betont das Opfer. „Den wahren Grund für die Attacke kenne ich nicht.“ Als Fuad M. wehrlos am Boden lag, verpassten ihm die drei Täter noch Fußtritte. Irgendwie gelang es ihm, in sein Büro in der Landsbergerstraße zu flüchten und die Polizei zu verständigen. Das Trio wurde noch auf dem Firmengelände festgenommen und Fuad M. mit Verletzungen im Hals- und Rückenbereich in ein Krankenhaus gebracht. Schmerzen hat er heute noch. Seine drei Peiniger erhielten Haftstrafen von einem Jahr und zwei Monaten bis zu sieben Monaten – alle auf Bewährung.

Johannes Heininger

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