Trotz der Proteste: Stadtrat für Tunnel

+
Auf dem Orleansplatz demonstrierten am Freitag Anwohner und Geschäftsleute

München - Der Haidhauser Abschnitt der zweiten S-Bahnröhre vom westlichen Isarufer bis zum Leuchtenbergring wurde am Mittwoch vom Stadtrat grundsätzlich positiv beurteilt.

2005 war das Gremium schon einmal um seine Stellungnahme für das Ost-Teilstück der 2. Stammstrecke gebeten worden, doch danach zog die DB Projektbau ihren Antrag zurück. Die Trasse hatte sich als zu teuer herausgestellt, außerdem hätten die teils offenen Bauarbeiten große Belastungen für den Stadtteil gebracht.

Der von vornherein vehemente Widerstand der Bürger ist allerdings auch durch diese veränderte Planung nicht besänftigt worden. Erst am vergangenen Freitag demonstrierten 900 Menschen auf dem Orleansplatz gegen das Projekt.

Die jetzige Planung sieht hauptsächlich unterirdische Baustellen vor. Der Orleansplatz aber wird sechseinhalb Jahre lang betroffen sein wird, wie Albert Scheller von der DB Projektbau einräumte.

Unter dem Orleansplatz und der Weißenburger Straße liegt der neue S-Bahnhaltepunkt Ostbahnhof. Die Oberfläche erreicht die Trasse kurz vor dem Bahnhof Leuchtenbergring.

Die Stadt fordert die DB Projektbau abermals auf, sich verstärkt um ihre Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern. Vor allem sollte sie auf betroffene Grundstückseigentümer sowie Geschäftsleute zugehen und sie über Bau- und Schutzmaßnahmen informieren.

Diesem Einzelpunkt stimmten auch die bekannten sieben Tunnelgegner (Linke, FW und Bayernpartei) zu, darunter drei Grüne.

bw.

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen und Neufahrn kurzzeitig unterbrochen
S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen und Neufahrn kurzzeitig unterbrochen
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
München, du hast noch immer ein Problem mit Homophobie!
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare