Insgesamt 57 000 Steine verlegt

Trotz Verbot: Wieder Stolpersteine für ermordete Juden verlegt

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Zum Gedenken an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden sind in München zahlreiche Stolpersteine verlegt: Hier die beiden für Amalie und Joseph Schuster.

München - Trotz des jüngst gerichtlich bestätigten Verbots für sogenannte Stolpersteine zur Erinnerung an ermordete Juden sind in München weitere Messingplatten mit Namen von Opfern verlegt worden.

Auf den Gedenktafeln werde an vier von den Nazis ermordete oder ins Exil gezwungene Juden erinnert, teilte die Initiative Stolpersteine für München mit. Bei der Verlegung der auf Privatgrund eingelassenen Tafeln kritisierten die Initiatoren am Montag erneut das Verbot der Stadt für Stolpersteine im öffentlichen Raum. Nach den Angaben wurden seit 1992 in 1600 Kommunen 57 000 Stolpersteine verlegt.

Der Münchner Stadtrat ist jedoch gegen die Verlegung von Stolpersteinen. Erst vor einem Monat bestätigte das Münchner Verwaltungsgericht das Verbot der Verlegung auf öffentlichem Grund. Auch die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, wendet sich dagegen.

dpa

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