Antrag im Stadtrat

Trotz zweiter Stammstrecke: CSU will Ringbahn vorantreiben

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Kampf der Überlastung:  Zusätzlich zur zweiten Stammstrecke soll eine Ringbahn gebaut werden, findet die Rathaus-CSU.

Die Idee einer Ringbahn für die S-Bahn in München ist nicht neu. Für die CSU scheint aber nun der Zeitpunkt gekommen, eine Realisierung zu prüfen und Flächen dafür freizuhalten.

München - Entsprechend hat die Union am gestrigen Mittwoch einen Antrag eingereicht. „Aus der Erfahrung mit den Planungen zur zweiten S-Bahn-Stammstrecke wissen wir, welch langen Vorlauf Personennahverkehrs-Projekte haben“, sagt Stadtrat Johann Sauerer. Und trotz des Baus der S-Bahn- Stammstrecke sei es daher klug, bereits heute weitere Ausbauoffensiven zu prüfen, um das sternförmig angelegte ÖPNV-Netz mit Tangentialverbindungen zu ergänzen. Stadtrat Hans Theiss: „Die Vorteile liegen auf der Hand: Kapazitätsausweitung des bestehenden Schienenpersonennahverkehrs, bessere und schnellere Umsteigeverbindungen, attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr und Ausweichoption zur S-Bahn-Stammstrecke.“ Die Freien Wähler hatten schon im Oktober 2016 ein entsprechendes Konzept vorgestellt. 

Die Ringbahn solle entlang bestehender Bahntrassen und Straßen entstehen, damit die Eingriffe in das Stadtgebiet so gering wie möglich gehalten werden. Die vorhandenen Bahnhöfe entlang der S-Bahnen sollen als Umsteigemöglichkeiten für U-Bahn und Trambahn genutzt werden. 

Natürlich dürften die Planungen nicht die Bauprojekte Landshuter-Allee-Tunnel und Verlängerung der U5 nach Pasing verzögern. Die Ringbahn müsse außerdem mit einer verbesserten Flughafenanbindung kompatibel sein. Theiss: „Der ÖPNV muss im Gleichklang mit der Großstadt wachsen.“

Aufgelöste Stammstrecken-Versammlung zeigt die Wut der Bürger

2.-Stammstrecken-Versammlung
Abgesagt! Alle wieder raus.  © Astrid Schmidhuber
2.-Stammstrecken-Versammlung
Minister Herrmann und der Stimmauszähler Eichinger: Nix geht mehr! © Astrid Schmidhuber
2.-Stammstrecken-Versammlung
Hunderte Münchner durften nicht mehr in den Saal. Zu voll.  © Astrid Schmidhuber
2.-Stammstrecken-Versammlung
Schließlich wurde per Abstimmung beschlossen: Aufglöst is! © Astrid Schmidhuber

2. Stammstrecke: Wo die Stadt überall aufgerissen wird

Obwohl die neue Station Hauptbahnhof 41 Meter unter der Erde liegt, ist sie über den zentralen Hauptzugang mit insgesamt zehn Schnellaufzügen und zahlreichen Rolltreppen laut Bahn in kurzer Zeit erreichbar. © Bahn
So soll der Marienplatz-Halt aussehen. Hier der Blick unter die Erde.
So soll der Marienplatz-Halt aussehen. Hier der Blick unter die Erde. © Deutsche Bahn
Die neue, unterirdische Station Ostbahnhof befindet sich 35 Meter unterhalb des Orleansplatzes. © Bahn
Die östliche Schalterhalle des Hauptbahnhofs muss abgerissen werden, denn dort wird ein riesiger Schacht gegraben. Am Hauptbahnhof verzichtet die Bahn auf eine offene Bauweise. © Jantz
Die zweite Stammstrecke wird in großer Tiefe gebaut, muss sie doch die S- und U-Bahn-Röhren unterqueren.  © Bahn

ska

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