Automatica-Messe in Riem

tz-Test: Dieser Roboter bringt das Essen

München - Bei der Automatica-Messe in Riem werden spektakuläre Roboter-Modelle gezeigt. Die tz hat den Test gemacht.

Wie von Geisterhand gesteuert rollt der Geschirrwagen durch die Gänge, stoppt vor der Tür eines Krankenzimmers, die sich automatisch öffnet. Ein Roboter greift zu einem Tablett mit dem Mittagessen und stellt es der Patientin auf den Tisch. Sollte sich dort eine Blumenvase befinden, wird er diese beiseite stellen. Das hat der Roboter gelernt. Science Fiction? Nein, Realität! Auf der Messe Automatica in Riem erleben die Besucher, dass die Maschinen lernfähige und sensible Wesen geworden sind. Sie werden unser Leben noch revolutionieren.

In Fabrikhallen leisten Roboter seit Jahrzehnten Sklavenarbeit: Sie schneiden, schrauben, schweißen im Akkord. Deren Zeit geht zu Ende, die Zukunft gehört den mit modernster Sensorik ausgestatteten Sensibelchen, die mit Menschen zusammenarbeiten. Pionierarbeit auf diesem Gebiet leisten die Fraunhofer-Institute sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Ganz vorne mit dabei ist KUKA in Augsburg. „Statt Schutzzäunen und getrennten Prozessen wird der Roboter zum direkten Arbeitsassistenten des Menschen“, sagt Geschäftsführer Manfred Gundel.

Der mit zwei Armen und drei Kameraaugen ausgestattete Prace kann von Menschen in wenigen Minuten angelernt werden. Richtig lustig ist der Roboy, der artig Menschen die Hand gibt und lächelnd verkündet: „Ich kann glücklich sein.“ Er ist ein Forschungsprojekt, muss noch viel lernen, um auch nützlich zu sein.

E. Unfried

Er bringt das Essen

Dieser Roboter von KUKA könnte Patienten das Essen servieren. Gewöhnlich reicht er freilich den Pflegekräften das richtige Tablett. Das Besondere ist, dass der Apparat mit Menschen zusammenarbeiten kann. Er reagiert auf jeden kleinen Anstoß.

Steuern mit Gespür

Mit diesem Tele-Manipulator könnte die DLR-Mitarbeiterin Reparaturarbeiten an einem Satelliten durchführen. Dabei spürt sie genau diesselben Kräfte wie der von ihr gesteuerte Roboter im All.

Schlangen-Roboter weicht Hindernissen aus

LaserSnake 2 von OC Robotics kommt noch dorthin, wo menschliche Hände und Roboterarme viel zu kurz sind. Die mit einer Stereokamera ausgestattete Schlange windet sich geschickt um alle Hindernisse.

Künstliche Glieder

Die Fraunhofer-Gesellschaft forscht daran, Menschen mit fehlenden Gliedmaßen zu helfen. Die Prothesen sind mit Sensoren ausgestattet und können vom Träger gefühlvoll eingesetzt werden.

Rubriklistenbild: © Unfried

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