Vor den Augen der Familie

Böller zerfetzt Familienvater (46) die Hand

München - Der Neujahrstag hat für einen Familienvater aus Riem ein tragisches Ende genommen: Ein Böller zerfetzte seine linke Hand, als er den Blindgänger zünden wollte. Jetzt kämpfen die Ärzte um seine Hand.

Gegen 19 Uhr war der 46-Jährige mit seiner Frau und den zwei Töchtern (12 und 14) am U-Bahnhof Messestadt Ost unterwegs. Am Treppenaufgang bei der Michael-Ende-Straße entdeckte der Münchner wohl den etwa 18 Zentimeter langen Böller aus Italien. Was der Familienvater offenbar nicht ahnte: Der Cobra-Böller, ein pyrotechnischer Gegenstand der Klasse 4 aus Italien, ist in Deutschland verboten.

Ahnungslos soll der 46-Jährige den Cobra-Böller gezündet haben. „Dabei kam es zu einer Explosion“, sagt Ludwig Waldinger, Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA).

Die Explosion vor den Augen der entsetzten Familie zerfetzte dem Vater große Teile der linken Hand. Der Münchner kam umgehend in ein Krankenhaus. Um die Hand des 46-Jährigen soll es sehr schlecht stehen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss sie amputiert werden.

Wie es genau zu dem blutigen Unfall am Neujahrstag kommen konnte, ermitteln nun die Sprengstoffexperten des LKA.

Rubriklistenbild: © dpa

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