Er war von Filmdreh vorm Haus fasziniert

Riem: Bub (3) stirbt nach Fenstersturz

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Fassungslos verfolgen Anwohner den Rettungseinsatz in der Astrid-Lindgren-Straße

München - Schweres Unglück in der Messestadt Riem: Ein dreijähriger Bub ist am Donnerstagabend beim Spielen aus einem Fenster im dritten Stock gestürzt. Er starb im Krankenhaus.

Was bleibt? Die Tränen. Die Fassungslosigkeit. Und die Plüschtiere, die hier auf dem Fußweg liegen. Es sind die letzten Grüße an einen dreijährigen Buben – hier in Riem, in der Astrid-Lind-gren-Straße, ist er aus dem Fenster gefallen und wenig später im Krankenhaus gestorben. Die Familie und die Freunde sind bestürzt. Nachbar Avdiu Ajet sagt der tz: „Das ist eine ganz, ganz liebe Familie mit ganz, ganz lieben Kindern. Alle hier in der Nachbarschaft sind total geschockt von dem, was da passiert ist.“

Am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr hatten die drei dreijährigen Buben (Drillinge) offenbar aus dem Fenster im dritten Stock geschaut – wohl fasziniert von einem Film-Team, das unten auf der Straße im hellen Scheinwerferlicht eine Abend-Szene für den neuen Matthias Schweighöfer-Film Vaterfreuden drehte. Einer der Buben muss dann auf das Fensterbrett gestiegen sein. Bevor die Mutter ihren Sohn aber von der Gefahr wegziehen konnte, stürzte der Kleine rund zehn Meter in die Tiefe. Er schlug offenbar mit dem Kopf zuerst auf dem harten Pflaster des Gehwegs auf. Passanten fanden das Kind schwerst verletzt. Sie alarmierten den Notarzt, kümmerten sich um den Dreijährigen. Zunächst gelang es den Rettern, den Dreijährigen wiederzubeleben. Mit schwersten Kopfverletzungen wurde der kleine Patient mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Gut drei Stunden lang kämpften die Ärzte hier weiter um das Leben des Kindes. Gegen 1.30 Uhr am Freitag in der Früh war der Kampf verloren.

Die Familie mit den Drillingen lebt seit ungefähr dreieinhalb Jahren an der Astrid-Lindgren-Straße – im Haus verstand man sich gut untereinander. Nachbar Avdiu Ajet sagt: „Wir werden jetzt versuchen, der Mutter beizustehen, ihr zu helfen, sie zu trösten. Ich habe ihr gesagt, dass sie jederzeit zu uns kommen kann, wenn wir etwas für sie tun können.“ Was bleibt? Die Tränen, die Fassungslosigkeit. Aber vor allem Liebe und Mitgefühl.

jam, hei

Die Bilder vom Unfallort

Bilder: Rettungseinsatz in der Messestadt Riem

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