Endlich wird aufgewertet

Bunte Möbel für den Willy-Brandt-Platz 

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In Wien kommen die bunten Möbel schon gut an - jetzt sollen sie auch den Willy-Brandt-Platz verschönern.

München - Kahl und trostlos: In den Augen vieler Münchner ist der  Willy-Brandt-Platz ist schon lange ein Ärgernis. Jetzt wird der endlich aufgewertet - mit bunten Möbeln und Erneuerungen am Brunnen. 

Mit bunten Möbeln soll der Willy-Brandt-Platz in der Messestadt endlich aufgewertet werden - Vorbild ist das Museums-Quartier Wien. Die Möbel gelten dort als Kultobjekte und werden intensiv als Sitz- und Liegeflächen genutzt.

Der Bezirksausschuss Trudering–Riem wählte aus verschiedenen Farbmöglichkeiten eine Variante in drei Farben – gelb, rot, blau – aus und hat auch die Anordnung der Sitzgelegenheiten festgelegt. Das Baureferat hat im Februar zwanzig Möbelstücke beschafft, die jetzt rechtzeitig zum Frühling aufgestellt werden können. 

Die bunten Liegemöbel sind etwa drei Mal 1,20 Meter groß und besteht aus brandresistenen Kunststoff. Weil die Stücke gute 100 Kilo wiegen, ist es außerdem schwer, sie von der Stelle zu bewegen. 

Auch die Brunnenanlage auf dem Platz wertet das Baureferat auf Antrag des Bezirksausschusses in diesem Zuge auf: Bisher floss das Wasser ebenerdig über den Quellstein inmitten des zirka 3000 Quadratmeter großen Asphaltrondells und benetzte den Boden leicht.

Jetzt wurde die Technik so umgebaut, dass künftig etwa alle 20 Minuten ein Wasserschwall bis zu einem Meter hoch aufsprudeln wird. Um den höheren Wasserdruck zu erzeugen, musste die Pumpentechnik entsprechend verändert und neu eingestellt werden. Der Brunnen wird in Zukunft deutlich besser wahrnehmbar.

Mehr Aufenthaltsqualität: Der Willy-Brandt-Platz soll jetzt endlich schöner werden.

Der Willy-Brandt-Platz in der Messestadt Riem wurde in den Jahren 2003/2004 nach einem Entwurf der Landschaftsarchitekten Lützow7 und der Künstlerin Professorin Karin Sander durch die München-Riem GmbH (MRG) gestaltet. Der städtebauliche Entwurf sah für den Platz eine dreiseitige Bebauung mit hohen Gebäuden vor. Auf der zum Messesee hin offenen Seite sollte ein Säulenportikus die Gebäude im Westen und Osten verbinden. Bis heute ist aber weder die Westseite bebaut, noch ist der Portikus realisiert. Daher mangelt es dem Platz an einer räumlichen Fassung und es fehlen weitere belebende Nutzungsangebote, die sich die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils wünschten. 

mm/tz

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