Unbekannter schneidet Loch in Zwinger

Einbrecher will Hund aus Tierheim befreien - es kommt anders

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Akita-Inu-Rüde Tom beißt, wenn er sich in die Enge getrieben fühlt

München - Ein Unbekannter hat ein Loch in einen Zwinger im Tierheim geschnitten. Er wollte einen Hund "befreien" - doch der beißt gerne mal, wenn er sich in die Enge getrieben fühlt.

Wenn Tom (4) sich bedroht fühlt, dann beißt er zu. Da hatte ein Unbekannter im Münchner Tierheim richtig Glück, dass er den Akita-Inu-Rüden nicht zu sehr reizte. 

Hausmeister Tom Shanks am kaputten Zwinger-Zaun. Der Einbrecher kam wohl über einen Weg aufs Tierheim-Gelände.

Der Einbrecher machte sich am Mittwoch-Nachmittag vor einer Woche in einer irren Aktion daran, den Zwinger des Hundes aufzuschneiden! „Zwei unserer Tierschutzinspektoren haben ihn entdeckt“, erzählt Judith Brettmeister vom Tierschutzverein.

Als sie den Mann zur Rede stellten, habe dieser die Flucht ergriffen. „Ich befreie den Hund!“, habe der etwa 40 bis 50 Jahre alte Mann beim Weglaufen noch gerufen. Ein riskantes Unterfangen. „Tom ist sehr schwierig“, sagt Brettmeister. Der Vorbesitzer habe ihn wegen schmerzhafter Attacken abgegeben.

Doch der Unbekannte hatte Glück: Der Rüde blieb zunächst brav sitzen. Die Tierschützer schotteten das Loch im Zaun ab. Das Tierheim hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. 

Zu denken gibt den Mitarbeitern eines: Ein Mann wurde einen Tag nach der „Befreiungsaktion“ in der Au beim Klau eines Bolzenschneiders ertappt. Er soll angegeben haben, er wolle „den Kater Mio aus dem Tierheim befreien“. Der Kater sitzt wie Tom in einem Freigehege. 

WEI

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