Tragödie am Montagnachmittag

Familiendrama in Trudering: Vater und zwei Töchter tot

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Idyllische Wohngegend: In der Kießlingerstraße in Trudering hat sich am Montag ein furchtbares Familiendrama abgespielt.

München - Furchtbares Familiendrama in Trudering: Am Montag hat eine Streife der Polizei einen Vater und seine beiden Töchter (9 und 11) tot in dessen Wohnung gefunden.

Die eigenen Kinder – für ihre Eltern sind sie das größte Geschenk des Lebens. Das Allerwichtigste, einzigartig, beschützenswert. Am Montag sind zwei Münchner Mädels aus dem Leben gerissen worden. Ermordet vom eigenen Papa. Was ihre Mama fühlen muss, ist nicht vorstellbar – und schon gar nicht in Worte zu fassen. Für Außenstehende bleibt neben Fassungslosigkeit eine Frage: Wie kann ein Vater so etwas tun?

Das Familiendrama wurde am Montag in Kirchtrudering entdeckt. Nach ersten Informationen hatte sich die Mutter am Nachmittag bei der Polizei gemeldet: „Sie hatte sich Sorgen gemacht, weil sie ihre Kinder und ihren Ex-Mann nicht erreichen konnte“, sagte Polizeisprecher Carsten Neubert der tz. Die Einsatzzentrale schickte daraufhin sofort einen Streifenwagen in die Kießlingerstraße. Als niemand öffnete, drangen die Beamten gegen 16.30 Uhr in das schmucke Reihenhaus ein. Dort fanden sie die Leichen von Lilli (9) und Anna (11) – ebenso wie ihren toten Vater Peter R. (50). Er hatte sich erhängt. Wie die Mädchen gestorben sind, soll jetzt eine Obduktion ergeben. Allerdings ließ die Polizei durchblicken, dass die Leichen der beiden Mädchen keine sichtbaren Verletzungen aufwiesen. Am späteren Abend wurden sie abtransportiert und ins Institut für Rechtsmedizin gebracht.

Hintergrund der grausamen Tat des Vaters scheint die Trennung von seiner Frau und der Streit um das Sorgerecht für die Mädchen gewesen zu sein. Davon jedenfalls ist in einem Abschiedsbrief die Rede, den Peter R. am Tatort hinterlassen hat.

Offenbar war die Mutter mit den Kindern nach der Trennung in eine eigene Wohnung im Stadtteil Milbertshofen gezogen. Lilli und Anna hatten möglicherweise das Wochenende bei ihrem Papa verbracht.

Wann genau die Tat geschah, soll nun ebenfalls die Obduktion ans Licht bringen. In der Nachbarschaft hat sich die Tragödie schnell herumgesprochen. Hier wohnen viele Familien mit Kindern, auch im Alter der beiden toten Mädchen. Bei ihnen sitzt der Schock sehr tief. „So etwas kann und will man sich als Mutter gar nicht vorstellen“, sagte eine Nachbarin der tz. Die Mama von Lilli und Anna wird vom Kriseninterventionsteam betreut.

Der Vater selbst lebte offenbar seit etwa zwei Jahren in dem Reihenhaus in Kirchtrudering – und zwar sehr zurückgezogen. Nachbarn beschreiben ihn als kontaktscheuen und wortkargen Mann.

jam

Familiendrama in Trudering: Bilder

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