Sitzung im Showpalast

IAA Mobility am Dienstag Thema im Stadtrat München: Neue Proteste und Änderungen in Aussicht

IAA Mobility
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Messebesucher während der Internationalen Automobil-Ausstellung am Stand von Renault.

Die Debatte um die IAA in München geht in die nächste Runde. Am Dienstag befasst sich der Stadtrat mit dem Abschlussbericht. Diverse Änderungen dürften im Raum stehen.

München - Die Internationale Automobilausstellung (IAA) in München sorgt weiter für Kritik. Der Stadtrat befasst sich am Dienstag, 12. Oktober, mit einem Abschlussbericht. Zur Sitzung im Showpalast sind erneut Proteste angekündigt, der Bund Naturschutz etwa hat eine Versammlung mit bis zu 30 Teilnehmern angemeldet. Es dürften jedoch deutlich mehr Demonstranten kommen.

Ob die Messe 2023 erneut in München und in bisheriger Form stattfinden wird, ist ungewiss. Die grün-rote Rathausmehrheit hatte Montagabend noch über Änderungsanträge beraten, deren Inhalt noch nicht final feststand. Denkbar ist aber, dass die Stadt die für die Messe zur Verfügung gestellten öffentlichen Flächen stärker begrenzt.

IAA Mobility: München erhielt Zuschlag für Automesse für drei Jahre

Wie berichtet, hatte der Stadtrat zuletzt im April 2020 mehrheitlich zugestimmt, dass sich die Messe München für die Ausrichtung der Internationalen Automobilausstellung bewerben soll. München* erhielt den Zuschlag, die Messe für drei Jahre auszurichten (2021, 2023, 2025).

Für die Messe war damals maßgeblich, dass sich die IAA als IAA Mobility neu aufstellen und nicht nur Verbrenner präsentieren, sondern allen Formen der Mobilität eine Plattform geben wollte. Dass München den Zuschlag erhielt, lag, wie berichtet, auch daran, dass die Stadt die so genannten Open Spaces ermöglicht, also öffentlichen Raum für Präsentationen zur Verfügung gestellt hat. Das wiederum sorgte schon während der Messe für Proteste und Kritik. Zwischenzeitlich hatten sowohl OB Dieter Reiter als auch einzelne Stadträte angekündigt, dass über das Konzept noch mal gesprochen werden müsse.

Dabei waren vor allem die Beeinträchtigungen durch die Open Spaces hinlänglich bekannt, das Kreisverwaltungsreferat hatte seinerzeit dezidiert davor gewarnt, dass die Bereitstellung öffentlichen Raums beispielsweise zu Lasten des ÖPNV oder der Passanten gehen würde. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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