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Gut ein Dutzend Baumarten betroffen

Baumsterben in der Messestadt: Ersatzpflanzen für Millionensumme sollen her

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Kränkliche Kulisse: Im Riemer Park sind die Baumschäden kaum mehr zu übersehen.

In der Messestadt sind rund 450 Bäume durch diverse Krankheiten und Trockenzeiten krank oder kaputt. Nun soll Ersatz beschafft werden. Die Kosten für die gesamte Maßnahme: rund eine Million Euro.

München - Sie stehen im Riemer Park, in den umliegenden Grünfingern und an den Straßen der Messestadt: bereits abgestorbene oder so stark geschädigte Bäume, dass sie keine Zukunftschance mehr haben. Betroffen seien gut ein Dutzend Baumarten. Schuld hat unter anderem der heiße Sommer vor zwei Jahren. Daraus resultieren Trockenschäden bei den Birken.

Zudem grassiert im Riemer Park das „Eschentriebsterben“. Bereits 2012 hatte man über 100 pilzbefallene Bäume entdeckt. Die meisten südöstlich des Riemer Badesees. Die Krankheit ist vor allem im Herbst gut zu sehen. Die im Sommer noch voll belaubten Eschen bekommen dann im oberen Bereich welke schwarze Blätter und werden an den Spitzen kahl.

Pilze schwächen die Bäume und sorgen unter anderem für kahle Spitzen in den Kronen.

Verschiedene Pilzinfektionen

Das Gartenbaureferat wechselte mittlerweile etliche Eschen aus, hoffte aber auch auf eine gewisse „Selbstheilungskraft“ von Altbäumen, da Jungpflanzen schneller an der Pilzinfektion zugrunde gingen. Offenbar hat sich die Erholung aber nicht so wie erhofft entwickelt. Die Kirschbäume leiden an der Monilia-Krankheit, ebenfalls ein Pilzschädling. Richtig ekelhaft ist das Bakterium, das die Kastanien befallen hat. Es lässt die stattlichen Bäume regelrecht „bluten“. Je mehr Wasser, desto erfolgreicher können sich die krankmachenden Bakterien ausbreiten. Mit zunehmender Infektion welken zuerst Blätter und Äste, bis schließlich die ganze Pflanze abstirbt.

Erschwerend kommt hinzu: In der Messestadt können nicht alle Bäume einfach durch gesunde Pflanzen ersetzt werden. Denn das Gebiet gehört zur offiziellen Quarantänezone des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB). „Daher keine Baumarten, die zum allergrößten Schweinsbraten für den ALB gehören“, meint Grünen-Stadtrat Herbert Danner. Zum Beispiel keine Birken. Zudem werden ziemlich sicher keine Eschen mehr gepflanzt werden.

Kümmerliche Kronen: Viele Bäume haben bereits abgestorbene Äste, am Ende geht der ganze Baum zugrunde.

Gestaltung des Riemer Parks soll sich nur geringfügig ändern

„Die Gestaltung des Riemer Parks wird sich dadurch aber nur geringfügig, kaum wahrnehmbar ändern“, teilte das Baureferat auf Nachfrage mit. Die neuen Baumarten seien zum Teil bereits mit Gilles Vexlard vorabgestimmt. Der Pariser Landschaftsarchitekt ist der Schöpfer des Riemer Parks und muss alle Änderungen genehmigen. Sein Copyright geht bis zur Pflanzenauswahl.

Die Ersatzpflanzungen sind in zwei Abschnitten im Frühjahr und Herbst 2018 geplant. Die Kosten sind horrend: rund eine Million Euro. Gerade die Straßenbäume haben eine ordentliche Höhe, ihr Ersatz benötigt einigen Aufwand, der teuer kommt. Abgerechnet wird die ganze Aktion über den Maßnahmeträger München-Riem. Die MRG ist eine Tochtergesellschaft der Stadt, die eigens für die Entwicklung des Stadtteils Messestadt Riem gegründet wurde.

Carmen Ick-Dietl

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