Krank und abgemagert

Katzen-Elend: Behörden befreien 70 arme Tiere

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So viel Leid auf so engem Raum: einige der kranken Perserkatzen.

Riem - Die Augen stumpf, das Fell verfilzt – und die Nase gar nicht mehr vorhanden: Wir sehen ein Bild des Jammers. Diese 31 Perserkatzen im Riemer Tierheim müssen Schlimmes erlebt haben.

Mitarbeiter des Freisinger Landratsamts haben die Tiere in der vergangenen Woche aus katastrophaler Haltung einer Züchterin aus dem Landkreis Freising befreit. Eva Dörpinghaus, Sprecherin der Behörde, sagt: „Vertreter des Veterinär- und des Gewerbeamtes waren vor Ort und haben die Katzen mitgenommen. Insgesamt wurden 70 Tiere vorgefunden, die unter schweren hygienischen Missständen lebten. Viele waren abgemagert, schlecht gepflegt, hatten Atemwegsprobleme oder Bindehautentzündung. Es fehlte an Futter und Wasser.“ Die Räume – insbesondere im Obergeschoss – waren extrem mit Kot verschmutzt. „Wir standen im Dreck“, sagt Anna Maria Moser vom Tierheim Landshut-Heinzelwinkl.

Neun der Tiere mussten direkt vor Ort eingeschläfert werden, weil es ihnen so schlecht ging. „Die haben nur noch Blut gespuckt“, sagt Judith Brettmeister vom Tierschutzverein München. 30 der verbleibenden Katzen kamen ins Landshuter Tierheim Heinzelwinkl – und die anderen 31 eben nach Riem.

Was passiert jetzt mit der Züchterin? Dörpinghaus: „Es wurde ein mündliches unbefristetes Tierhalteverbot ausgesprochen – das wird noch schriftlich bestätigt.“ Außerdem widerruft die Behörde die Zuchterlaubnis und erstattet Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Der Hinweis war von der Polizei gekommen. Die Beamten waren vor Kurzem in anderer Sache zu einer Hausdurchsuchung in dem Gebäude gewesen und hatten dort das Katzen­elend mitbekommen. So kam alles ins Rollen …

Die Züchterin war Montag telefonisch nicht zu erreichen.

S. Kerschbaumer, U. Heichele

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