Die tz blickt zurück

Messe München: Fünf Geschichten aus 50 Jahren

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Die Messe München feiert ihren 50. Geburtstag!

München - Die Messe München feiert ihren 50. Geburtstag! Und weil in einem halben Jahrhundert eine Menge passiert, blickt die tz zum Jubiläum auf fünf besondere Momente zurück.

Mit 20 Mitarbeitern fing alles an: damals, auf der Theresienwiese. Am 1. April 1964 wurde die Messe München GmbH gegründet. Heute, 50 Jahre später, ist sie eine der weltweit führenden Messegesellschaften mit Sitz in Riem – und veranstaltet jährlich rund 40 Messen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien sowie 14 internationale Leitmessen, darunter auch die weltgrößte Messe, die bauma.

Mit anderen Worten: Im Münchner Osten ist ein internationales Großunternehmen entstanden, das heute etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt und eine ereignisreiche Geschichte vorzuweisen hat – vom bescheidenen Anfang auf der Theresienhöhe, über den Aufbau des Münchner Messeportfolios bis zur Entwicklung des weltweit modernsten Messegeländes.

„Wir sind stolz auf diese Erfolgsgeschichte und werden sie mit großer Leidenschaft in den kommenden Jahren fortführen“, sagt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung. Zum großen Jubiläum präsentiert die tz fünf spannende Geschichten aus fünf Jahrzehnten. Eine Zeitreise durch 50 Jahre Messe München.

Andreas Thieme/Fotos: Messe

Das Gründungsjahr (1964)

Kein Aprilscherz: Am 1.4.1964 wird die Messe München GmbH auf der Theresienhöhe aus der Taufe gehoben. Gleich im ersten Jahr veranstaltet die neu gegründete MMG sieben Messen unter dem neuen Unternehmensdach – darunter die Internationale Gastronomie- und Fremdenverkehrsausstellung (IGAFA) und die Internationale Kolonial- und Feinkostausstellung (IKOFA). Premiere feiern auch die BAU und die electronica – dieser folgen weitere Zukunftsmessen. Es ist der Grundstein für jahrzehntelangen Erfolg.

Verlagerung nach Riem (1986/87)

Beim Eröffnungsrundgang führt Geschäftsführer Manfred Wutzlhofer Oberbürgermeister Christian Ude, Italiens Ministerpräsident Romano Prodi, Bundespräsident Roman Herzog und Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (v.l.n.r.) durch das Atrium.

Mitte der 80er-Jahre ist klar: Der Platz wird knapp, ein neuer Messestandort muss her. Der alte Flug­hafen Riem wird abgerissen, das neue ­Messezentrum entsteht im Münchner Osten. Beim Eröffnungsrundgang führt Geschäftsführer Manfred Wutzlhofer Oberbürgermeister Christian Ude, Italiens Ministerpräsident Romano Prodi, Bundespräsident Roman Herzog und Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (v.l.n.r.) durch das Atrium.

Die bauma auf der Wiesn (1975)

Mitte der 70er-Jahre wird der Messeplatz immer internationaler. Mittlerweile gibt es rund 20 Veranstaltungen pro Jahr, auf denen sich 10 000 Aussteller aus 50 Ländern einer Million Besucher präsentieren. Die gesamte Hallenfläche wird zehnmal belegt. Anfang der Siebziger feiern gleich vier Veranstaltungen Premiere, die auch heute noch im Programm sind: ­INTERFORST, ISPO (heute ­ISPO MUNICH), C-B-R (heute f.re.e) und transport logistic. Das große Foto (li.) zeigt die bauma – damals noch auf der Theresienwiese.

Papst Benedikt hält die Messe (2006)

Messe mal anders: Am 10. September 2006 feiert Papst ­Benedikt XVI. auf dem Freigelände in Riem einen Gottesdienst, den rund 250 000 Gläubige besuchen. Es ist eine Heimkehr des bayerischen Papstes – und ebenso eine logistische Meisterleistung, alle Teilnehmer, die Infrastruktur für Polizei, Sanitäter, Feuerwehr und freiwillige Helfer unterzubringen und auch noch für Bus-­Parkplätze zu sorgen.

Das modernste Messezentrum (2014)

Darüber staunt die Welt: Heute steht in Riem eines der modernsten Messezentren. Mehr als 30 000 Aussteller und rund zwei Millionen Besucher kommen jährlich auf das Messegelände, im Internationalen Congress Center München und im MOC Veranstaltungscenter. Mittlerweile ist die Messe München auch an zahlreichen internationalen Netzwerken beteiligt und so in 100 Ländern vertreten.

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