Nach Entlassung bei Messe München

Skandal um Sex-Mobbing: Manager kassiert weiter

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Auf der Messe München in Riem soll das Sex-Mobbing stattgefunden haben.

München - Der Skandal um das mutmaßliche Sex-Mobbing an der Messe München hört einfach nicht auf. Jetzt wurde bekannt: Der entlassene Manager kassierte noch weiter Geld, obwohl er bereits nicht mehr im Amt war.

Der Skandal um das mutmaßliche Sex-Mobbing an der Messe München hört einfach nicht auf: Der suspendierte Top-Manager hat im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben mehr als 200 000 Euro an Gehalt bekommen – obwohl er schon im März 2013 von seinen Aufgaben entbunden wurde! Und es kommt noch besser: Weil sein Vertrag laut Wirtschaftsministerium bis Ende 2014 läuft, könnte der frühere Spitzenmann weiter kassieren – für nichts und wieder nichts.

Eine Mitarbeiterin wirft dem Mann Sex-Mobbing vor. Alt-OB Christian Ude (SPD) hatte den Skandal vor dem Stadtrat als „den unerfreulichsten Vorgang, den ich bei der Messe erlebt habe“ bezeichnet. Eine Kommission habe nach den Sex-Vorwürfen im Sommer 2012 eine „Vielzahl von Vorfällen“ festgestellt – verbale Entgleisungen und Tätlichkeiten gegen die Frau, „die erschüttern und ratlos machen“. Experten hätten der Mitarbeiterin ausdrücklich Glaubwürdigkeit bescheinigt. Bereits im Jahr 2005 soll es einen Vorfall mit einer anderen Frau gegeben haben. Darauf folgten im Dezember 2012 fünf Abmahnungen, wie auch der Anwalt des Managers bestätigte.

Warum der frühere Top-Mitarbeiter immer noch scheffelt: Der Mann wurde nicht gefeuert. OB Ude hatte das nach eigenen Worten beantragt, wie er im Stadtrat sagte, dafür aber keine Mehrheit unter den Gesellschaftern bekommen – Freistaat, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer. Ein Anwalt habe gesagt, man müsse mit Aussage gegen Aussage rechnen – eine 50-50-Chance. Pikant: Der Manager gilt in der Messe als Mann des Freistaats, arbeitete vorher im Ministerium.

dac

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